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Düsseldorf – Wikipedia Neueste

Düsseldorf ( [ˈdʏsl̩ˌdɔʁf]) ist die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens und der Behördensitz des Regierungsbezirks Düsseldorf.Die kreisfreie Stadt am Rhein ist mit 620.523 Einwohnern am 31. Dezember 2020 die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes. In Deutschland ist Düsseldorf nach Einwohnern die siebtgrößte Stadt.Düsseldorf ist Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr mit rund …

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Dieser Artikel behandelt die Stadt

Für andere Bedeutungen siehe Düsseldorf (Begriffsklärung)

Wappen der Bundesrepublik Deutschland 51.2255555555566.7827777777777838 Eckdaten Bundesland: Nordrhein-Westfalen Regierungsbezirk: Düsseldorf Höhe: 38 m über NN

NHN Fläche: 217,41 km2 Einwohner: 620.523 (31.12.2020) Bevölkerungsdichte: 2854 Einwohner pro km2 Postleitzahlen: 40210-40629 Vorwahlen: 0211, 0203, 02104 Kfz-Kennzeichen: D Gemeindeschlüssel: 05 1 11 000 LOCODE: DE DUS NUTS: DEA11 Stadtstruktur: 10 Bezirke

mit 50 Bezirken adressieren die

Stadtverwaltung: Marktplatz 2

40213 Düsseldorf Internet: www.duesseldorf.de Bürgermeister: Stephan Keller (CDU) Lage der Landeshauptstadt Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen und im Regierungsbezirk Düsseldorf

Offizielles Logo der Landeshauptstadt Düsseldorf

Düsseldorf am Rhein mit Altstadt und Hafen, rechts der Rheinturm

Düsseldorfer Panoramablick von der gegenüberliegenden Rheinseite mit dem Rheinturm

Düsseldorf ([ˈdʏsl̩ˌdɔʁf]) ist die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen und Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Düsseldorf

Die kreisfreie Stadt am Rhein ist mit 620.523 Einwohnern am 31.12.2020 die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes.[2] In Deutschland ist Düsseldorf die siebtgrößte Stadt nach Einwohnern

Düsseldorf ist Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr mit rund zehn Millionen Einwohnern und der Metropolregion Rheinland mit 8,6 Millionen Einwohnern

Die Stadt liegt im Herzen des zentraleuropäischen Wirtschaftsraums

1288 erhielt der Ort an der Mündung des Flüsschens Düssel in den Rhein Stadtrechte

Vom späten 14

bis zum frühen 19

Jahrhundert war die Stadt Regierungssitz der Länder des Heiligen Römischen Reiches und des Rheinbundes: des Herzogtums Berg, der Herzogtümer Jülich-Berg und Jülich-Kleve-Berg, und das Großherzogtum Berg, von 1690 bis 1716 auch Residenz des Pfalzgrafen und Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz

Seit 1815 preußisch, wurde es 1816 Sitz des Regierungsbezirks Düsseldorf

Von 1824 bis 1932 war die Stadt Sitz des Landtages der Rheinprovinz

Im Zuge des Deutschen Kaiserreichs entwickelte sich Düsseldorf im Zuge der Hochindustrialisierung in Deutschland zum „Schreibtisch des Ruhrgebiets“ und wurde zur Großstadt, als sie 1882 die Marke von 100.000 Einwohnern überschritt

Die Rheinmetropole gehört zu den fünf wichtigsten, international stark verflochtenen Wirtschaftszentren in Deutschland.[3 ][4][5][6] Düsseldorf ist Messestadt und Sitz vieler börsennotierter Unternehmen, darunter das im DAX notierte Henkel

Zudem ist es der umsatzstärkste deutsche Standort für Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung[7] und Mode[8] sowie ein bedeutender Finanz- und Börsenplatz.[9][10][11] Sie ist auch ein führender Standort für den Kunsthandel in Deutschland.[12] Düsseldorf hat mehrere Rheinhäfen

Der Flughafen ist das interkontinentale Drehkreuz Nordrhein-Westfalens

Die Stadt ist zudem Sitz von 22 Universitäten, darunter die renommierte Düsseldorfer Kunstakademie und die Heinrich-Heine-Universität.[13] Überregionale Bekanntheit genießt Düsseldorf auch durch seine Altstadt („längste Theke der Welt“), seine Einkaufsmeile Königsallee („Kö“), seinen Düsseldorfer Karneval, den Fußballverein Fortuna Düsseldorf und den Eishockeyverein Düsseldorfer EG

Weitere Attraktionen sind zahlreiche Museen und Galerien sowie die Rheinpromenade und der moderne Medienhafen

Das Stadtbild wird auch von zahlreichen Hochhäusern und Kirchtürmen, dem 240 Meter hohen Rheinturm, vielen Denkmälern und sieben Rheinbrücken geprägt

Bemerkenswert ist die große Zahl ostasiatischer Einwohner, einschließlich der japanischen Gemeinde, die die größte japanische Gemeinde und das einzige Japantown in Deutschland bildet.[14] Räumliche Lage [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Siedlungsstruktur Nordrhein-Westfalens, zentral gelegen im Ballungsraum Rhein-Ruhr mit Düsseldorf im Zentrum

Das überwiegend rechtsrheinische Düsseldorf liegt im mittleren Teil der Niederrheinischen Tiefebene auf einem von zahlreichen Rheinarmen durchzogenen Niederstufengebiet

Nur die Kreise Oberkassel, Niederkassel, Heerdt und Lörick liegen auf der linken Rheinseite

Die Stadt ist Teil der prosperierenden Rheinlinie und grenzt im Südwesten an das Ruhrgebiet

Sie liegt damit im Herzen der Metropolregion Rhein-Ruhr und im Übergangsbereich zwischen dem Niederrhein und dem Bergischen Land, zu dem die Stadt historisch gehört

Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist eine Wirtschaftsregion und ein urbaner Ballungsraum im Westen Deutschlands

Es ist einer der größten Ballungsräume innerhalb der europäischen Metropolen und der größte Deutschlands

In den 20 kreisfreien Städten und zehn Landkreisen der Region leben auf knapp 10.000 km² rund elf Millionen Menschen (Stand 2005); Allein im Umkreis von 50 Kilometern um das Oberzentrum Düsseldorf leben rund neun Millionen Menschen

Die zentrale Lage im größten Ballungsraum Deutschlands, die Hauptstadtfunktion für das bevölkerungsreiche Bundesland Nordrhein-Westfalen, die Vielzahl bedeutender Unternehmen und die Ausstattung mit Infrastruktur und Angeboten aller Art verschaffen der Stadt große Nähe- und Agglomerationsvorteile. [fünfzehn]

Der höchste Punkt der Stadt, der Sandberg im Ortsteil Hubbelrath, bereits Teil der Mettmann-Lössterrassen und damit des Bergisch-Sauerländischen Unterlandes, misst 165 m, der niedrigste Punkt, die Mündung des Schwarzbachs in den Rhein bei Wittlaer, 28 m über dem Meeresspiegel

NN. [16]

Der geografische Mittelpunkt von Düsseldorf liegt im Düsseltal, der Punkt ist mit einer Bronzetafel gekennzeichnet

Düsseldorf liegt im Zentrum der mitteleuropäischen Zeitzone

Das Klima im Raum Düsseldorf ist aufgrund der reliefbedingten Öffnung zur Nordsee ozeanisch/atlantisch

Düsseldorf liegt in der Niederrheinischen Tiefebene; überwiegend westliche Windströmungen bringen feuchte Luftmassen

Die Folgen sind milde Winter mit wenig Schnee und mäßig warme, feuchte und schwüle Sommer mit wechselhaftem Wetter

Bei einer Jahresmitteltemperatur von 11,2 °C fallen in der Stadt durchschnittlich rund 790 mm Niederschlag

Der Raum Düsseldorf gehört zu den Gebieten mit den mildesten Wintern in Deutschland

Auch im Winter sinkt die Temperatur selten unter den Gefrierpunkt

Aufkommende Fröste bleiben meist im oberen Bereich knapp unter 0 °C

Gemäß der USDA-Klassifikation der Winterhärtezonen liegt Düsseldorf in Zone 8b, innerstädtisches Mikroklima sogar in Zone 9a, was bedeutet, dass die durchschnittlich kälteste Jahrestemperatur über −6,6 °C liegt

Mit rund 1550 Sonnenstunden gehört Düsseldorf zu den sonnenärmeren Städten Deutschlands, was durch den bedeckten Himmel auch im Winter für mildere Temperaturen und damit weniger Wärmestrahlung sorgt

Aufgrund des milden Klimas werden im Raum Düsseldorf viele exotische und mediterrane Pflanzen wie Palmen, Oliven, Lorbeer, Feigen, Kiefern und Zypressen im Freiland angebaut 14 54 25 14 66 25 15 44 21 11 37 15 9 46 10 5 54 8 4 Temperatur in °C , Niederschlag in mm Quelle: Weather Online, Daten: 2015-2021[17]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und Niederschläge für Düsseldorf Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Höchsttemperatur (°C) 6,0 8,2 11,3 15,7 19,6 24,1 25,3 25,0 21,0 15,4 10,3 8,1 Ø 15,9 Mindesttemperatur (°C) 1,5 1,6 3,1 4,7 8,5 13.5 14.4 14,5 11,1 8,6 4,8 3,9 Ø 7,6 Temperatur (° C) 3,8 4,9 7.2 10.2 14.0 18.8 19.8 19,7 16.1 12.0 7, 6 6,0 Ø 11,7 Ausfällung (mm) 55 56 50 27 43 69 54 66 44 37 46 54 Σ 601 Stunden von Sonnenschein ( h/d ) 1,5 3,3 4,2 6,4 7,0 7,1 6,8 6,5 5,7 3,1 2,2 1,5 Ø 4,6 Regentage ( d ) 20 14 15 10 13 14 13 13 12 15 15 18 Σ 172 Luftfeuchtigkeit ( % ) 82 0 74 6 7 75 70 70 72 79 77 Ø 72,9 T

z

Schmelzpunkt e

rechts a

T

und

r 6,0 1,5 8,2 1,6 11,3 3,1 15,7 4,7 19,6 8,5 24,1 13,5 25,3 14,4 25,0 14,5 21 ,0 11,1 15,4 8,6 10,3 4,8 8,1 3,9 Jan

Feb

März Apr

Mai Jun

Juli Aug

Sep

Okt

Nov

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d.h

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rechts H

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A

g 55 56 50 27 43 69 54 66 44 37 46 54 Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Quelle: Weather Online, Daten: 2015–2021[17] Weather Online, Daten: 2015–2021

Luftqualität und Umweltschutz [Bearbeiten| Quelle bearbeiten ]

Energieerzeugung, Industrie und Verkehr sind die Hauptverursacher anthropogener, d

h

menschengemachte Luftverschmutzung

Aufgrund der hohen Luftverschmutzung erstellt die Bezirksregierung Düsseldorf Luftreinhaltepläne

Am 1

November 2008 trat der erste Luftreinhalteplan für das gesamte Stadtgebiet der Landeshauptstadt Düsseldorf in Kraft

Er fasste alle bis dahin erstellten Pläne zu einem Gesamtplan zusammen

Nach Inkrafttreten des Plans werden die Maßnahmen durch die zuständigen Fachbehörden umgesetzt

Ziel dieser Luftreinhaltestrategie ist die schnellstmögliche Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit der in Düsseldorf lebenden und arbeitenden Menschen

Im Rahmen der bisherigen Luftreinhalteplanung konnten nahezu alle Luftschadstoffe, hier insbesondere der Anfang der 2000er Jahre noch kritische Feinstaub, eliminiert werden, beachtliche Erfolge erzielt und die Grenzwerte eingehalten werden

Der seit 2010 geltende Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (Jahresmittel) für Stickstoffdioxid (NO 2 ) wird in Düsseldorf aber immer noch deutlich überschritten

An der Messstelle Corneliusstraße lag der Jahresmittelwert 2017 für die NO 2 -Belastung mit 56 μg/m³ noch auf einem sehr hohen Niveau

Seit einiger Zeit stehen neben den Feinstaubpartikelfraktionen auch die sogenannten Ultrafeinstäube verstärkt im Fokus, insbesondere im Umfeld von Flughäfen.[18] Das Düsseldorfer NO 2 -Belastungsgebiet („Umweltzone“) umfasst einen großen Teil des Stadtgebiets mit rund 420.000 Einwohnern, was 68 % der Bevölkerung entspricht

Insofern besteht Handlungsbedarf, um die NO 2 -Belastung im Planungsgebiet weiter zu reduzieren.[19] Das Stadtgebiet von Düsseldorf besteht aus zehn Stadtteilen, die sich in 50 Stadtteile aufteilen.[20] Die Stadtteile mit den dazugehörigen Ortsteilen

Karte der Bezirke und Kreise von Düsseldorf

Im Gegensatz zu anderen Großstädten in Nordrhein-Westfalen haben die Kreise in Düsseldorf keine eigenen Namen, sondern sind von 1 bis 10 durchnummeriert

Kreis 3 hat mit rund 109.000 Einwohnern die meisten Einwohner,[21] mit Bilk (rund 37.000 Menschen leben dort) ist auch der bevölkerungsreichste Bezirk im Bezirk 3.[22] Der Bezirk 10 hat mit rund 25.000 Einwohnern die geringste Einwohnerzahl[23], während der Hafen mit 123 Einwohnern die kleinste Einwohnerzahl der Stadtbezirke aufweist.[24] Die Ortsteile und Ortsteile sind im Einzelnen:

Weitere Informationen zum Thema finden Sie in der Liste der Kreise Düsseldorf und der Liste der Kreise Düsseldorf

Die Stadt Düsseldorf grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt Duisburg und die Stadt Ratingen, im Osten an die Städte Mettmann, Erkrath und Hilden, im Süden an die Städte Langenfeld (Rheinland) und Monheim am Rhein (alle Kreis Mettmann) und im Westen zu den Städten Dormagen, Neuss und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss)

→ Hauptartikel: Geschichte der Stadt Düsseldorf

Von den Anfängen bis zur frühneuzeitlichen Stadt [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Fußturnier auf dem Marktplatz, 1585

Die mittelalterliche Stadt Düsseldorf wurde im 12

und 13

Jahrhundert gegründet

Sie wurde zwar im 19

Jahrhundert in der Nähe frühmittelalterlicher Altsiedlungen gegründet, ging aber nicht direkt aus einer dieser Altsiedlungen als Neugründung hervor – ähnlich wie etwa in Alpen oder Kalkar.[25] Benannt wurde die Siedlung nach dem Flüsschen Düssel, das südlich der Altestadtstraße in den Rhein mündet

Der Name Düssel stammt wahrscheinlich aus dem germanischen Begriff Thusila und bedeutet der Rauschende

Das Gründungsgebiet Düsseldorfs war vor der Bildung des Kreises Berg ursprünglich ein zu Ripuaria gehörender fränkischer Kreis, in der neueren Forschung Duisburg-Kaiserswerther Kreis genannt,[26] ein Herrschaftsgebiet der Ezzonen

Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp in einer Schreinkarte kann nicht mit Sicherheit datiert werden und geht frühestens auf das Jahr 1135 zurück.[27][28] Am 5

Juni 1288 fand die Schlacht bei Worringen statt, in deren Folge am 14

August 1288 Graf Adolf V

von Berg Düsseldorf die Stadtrechte verlieh.[29][30] Die nur 3,8 Hektar große Stadt war bereits ein durch eine Stadtmauer und einen Wassergraben gesicherter Ort, der die westliche Grenze des Kreises Berg markierte.[31][32] 1380 wurde Graf Wilhelm II

von König Wenzel in den Reichsfürstenstand erhoben

Im selben Jahr beschließt der neue Herzog, als Ausdruck seiner reichspolitischen Funktion und Stellung die relativ abgelegene Burg an der Wupper als Regierungssitz aufzugeben und Düsseldorf am Rhein zur neuen Residenz auszubauen.[33] Für die geplante Hauptstadt Düsseldorf wurde erstmals 1382 eine Burg urkundlich erwähnt[34], die in den folgenden Jahrhunderten zum Düsseldorfer Residenzschloss ausgebaut wurde

Seit 1386 residieren dort der Herzog und seine Gemahlin Anna

Zwischen 1384 und 1394 wurde die Stadt erheblich erweitert,[35] aus dieser Zeit stammen der Bau der gotischen Hallenkirche St

Lambertus aus Backstein und ihre reiche Ausstattung mit Reliquien und Pfründen

Durch eine geschickte Heiratspolitik vereinigten die Herzöge von Berg die Herzogtümer Jülich und Kleve mit ihren zum Herzogtum Jülich-Kleve-Berg

In den Jahren 1538 bis 1543 war Düsseldorf Hauptstadt einer Gruppe von Territorialstaaten, zu denen neben Jülich-Kleve-Berg auch das Herzogtum Geldern, die Grafschaften Mark, Ravensberg und Zutphen sowie die Herrschaft Ravenstein gehörten

Insbesondere unter Wilhelm dem Reichen wurde die Region zu einem Zentrum der humanistischen Gelehrsamkeit und des liberalen Katholizismus.[36] Unter seiner Herrschaft setzte sich jedoch mit dem Polizeierlass von 1554, der die Ausweisung aller Juden forderte, eine antijüdische Linie gegenüber Juden durch

1585 war die Hochzeit des Erbprinzen Johann Wilhelm mit der Markgräfin Jakobe von Baden die wohl prächtigste urkundlich belegte Hochzeit des 16

Jahrhunderts.[37][38] Unter dem Titel Orpheus und Amphion wurde erstmals ein Operntheaterstück mit Gesang und Musik aufgeführt.[39] Wilhelm der Reiche sorgte dafür, dass der Renaissancebaumeister Alessandro Pasqualini das Düsseldorfer Schloss umbaute und erweiterte

Nach dem Aussterben der Regentenlinie Jülich-Bergisch-Kleve 1609 und einem Erbfolgestreit zwischen Brandenburg und Pfalz-Neuburg[40][41] besetzte 1614 der spanische Feldherr Ambrosio Spinola als Reichskommissar die Stadt

Jan van der Heyden und Adriaen van de Velde – Blick auf Düsseldorf mit St

Andreas in der Mitte

Nach der Beilegung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits gehörten Düsseldorf und das Herzogtum Jülich-Berg zum damals evangelischen Haus Pfalz-Neuburg,[43] einem Zweig des Adelsgeschlechts der Wittelsbacher

In der ersten Phase der pfälzischen Herrschaft kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen römisch-katholischen, lutherischen und reformierten Beamten bei Hofe und in der Stadt.[44] Unter dem Einfluss seiner Gemahlin Magdalena von Bayern konvertierte Erbprinz Wolfgang Wilhelm 1613 zum römisch-katholischen Glauben,[45] wodurch er sich in den damaligen politischen Auseinandersetzungen die Unterstützung des Katholischen Bundes sichern konnte

Mit der Übernahme des Titels Pfalzgraf und Herzog 1614 führte die Bekehrung Wolfgang Wilhelms zur Unterdrückung der protestantischen Konfessionen in seinen Territorien und zur Begünstigung der römisch-katholischen Kirche

Die am Hof ​​verkehrenden Jesuiten spielten eine Schlüsselrolle in der nun einsetzenden Gegenreformation.[46] Johann Wilhelm von der Pfalz, von den unterfränkisch sprechenden Düsseldorfern „Jan Wellem“ genannt, war seit 1679 als Erbprinz Regent von Jülich-Berg und schließlich seit 1690 Kurfürst von der Pfalz und Herzog von Jülich-Berg, auch Düsseldorf als landesfürstliche Hauptresidenz, zumal die ehemalige kurfürstliche Hauptresidenz in Heidelberg durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört worden war.[47] Unter Johann Wilhelm erlebte Düsseldorf durch die Präsenz des glanzvollen Hofes eine bemerkenswerte wirtschaftliche, kulturelle und städtebauliche Entwicklung, die sich unter Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz fortsetzte, der Schlösser, Sammlungen und Institute gründete und die Carlstadt erbauen ließ

Herausragend und berühmt war die von Johann Wilhelm gegründete und auch von Karl Theodor geförderte Gemäldegalerie

Den Status einer kurfürstlichen Hauptresidenz verlor Düsseldorf jedoch 1718 wieder an Heidelberg

1720 ging diese Funktion an Mannheim und 1778 an München über, von wo aus Karl Theodor die Gebiete Kurpfalz-Bayern und Jülich-Berg regierte.[48] Eine weitere kurze Blütezeit der Stadt fand unter dem kurfürstlichen Statthalter Johann Ludwig Franz Graf von Goltstein statt.[49] 1769 wurde Düsseldorf Sitz des Jülich-Bergischen Oberappellationsgerichts

Seit 1732 war die Stadt während des Siebenjährigen Krieges 1757 von den Franzosen besetzt und wurde nach der Schlacht bei Krefeld 1758 von Herzog Ferdinand von Braunschweig durch Kapitulation eingenommen, aber bald wieder aufgegeben.[50] den von der Französischen Revolution entfesselten Koalitionskriegen kapitulierte Düsseldorf 1795 vor dem französischen Revolutionsheer[51] und blieb bis zur Rückgabe an Kurpfalz-Bayern im Frieden von Lunéville 1801 unter französischer Besatzung.[52][53] Stadtplan von Düsseldorf von 1809: Neugestaltung der ehemaligen Stadtbefestigung durch Anlage englischer Gärten, Alleen und Promenaden

Anschließend erfolgte der vertraglich vorgeschriebene Abriss der Befestigungsanlagen.[54] Durch einen Gebietstausch, der im Vertrag von Schönbrunn und im Vertrag von Brünn zwischen Kurpfalz-Bayern, Preußen und Frankreich festgelegt wurde, geriet die Stadt jedoch ab 1806 wieder unter französischen Einfluss

Vor dem Landtausch, Kurfürst Maximilian IV

ließ die weltberühmte Gemäldesammlung, die Staatseigentum des Herzogtums Jülich-Berg war, entziehen und widerrechtlich in die bayerische Kunstsammlung eingliedern

Düsseldorf wurde Landeshauptstadt des Großherzogtums Berg

Auf der Grundlage des Rheinbundgesetzes verließ das Großherzogtum das Heilige Römische Reich als mit Frankreich verbündeter souveräner Staat und bestand faktisch bis Ende 1813.[53] Großherzöge waren bis 1808 Joachim Murat, dann Napoleon selbst und schließlich ab 1809 unter Napoleons Herrschaft sein minderjähriger Neffe Napoléon Louis Bonaparte.[55] Unter der neuen Regierung fanden bedeutende soziale und administrative Reformen statt

1810 führte Napoleon den Bergischen Code civil ein, der unter anderem den von Heinrich Heine begrüßten Durchbruch zur Gleichstellung der Juden brachte.[56] Insbesondere nach Entwürfen des Landschaftsarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe wurden anspruchsvolle Maßnahmen zur Stadterneuerung und Verschönerung Düsseldorfs durchgeführt

Die Neue Allee, die später Königsallee wurde, wurde bepflanzt, und der Boulevard Napoléon, später Heinrich-Heine-Allee, wurde erstmals als elegante Esplanade bepflanzt; der Hofgarten wurde zu einem englischen Landschaftsgarten ausgebaut.[57][58] Dennoch war das Großherzogtum im Kontext der imperialistischen Expansion Frankreichs letztlich nur als Satelliten- und Pufferstaat sowie als Quelle für Finanzeinnahmen und Truppenrekrutierungen relevant

Zudem geriet das Großherzogtum zunehmend in eine schwere Wirtschaftskrise, weil die im Zuge der Kontinentalblockade an seinen westlichen und nördlichen Staatsgrenzen erhobenen französischen Zölle es von wichtigen Marktgebieten abschnitten.[59] Wendepunkt war die Völkerschlacht bei Leipzig, in deren Folge die französischen Truppen und hohen Beamten das Großherzogtum Berg verließen

Preußische Provinzstadt und Industrialisierung [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Das von den Franzosen verlassene Großherzogtum Berg wurde ab Ende 1813 von preußischen Truppen besetzt und als Generalgouvernement Berg vorübergehend von preußischen Beamten verwaltet.[60] Auf der Grundlage der Neuordnung Europas, die in den Jahren 1814 bis 1815 auf dem Wiener Kongress ausgehandelt worden war, hat der preußische König Friedrich Wilhelm III

schließlich am 5

April 1815 Besitz des Territoriums und seiner Hauptstadt Düsseldorf

Rechtlich gehörte es seit dem 21

April 1815 zu Preußen.[61] 1816 wurde Düsseldorf Sitz des Kreises Düsseldorf

Düsseldorf selbst war zunächst eine eigenständige Stadt, wurde aber bereits 1820 in den Kreis Düsseldorf eingegliedert

Am 22

April 1816 nahm die Düsseldorfer Bezirksregierung ihre Arbeit auf

Mit der Gründung der Rheinprovinz wurde Düsseldorf 1822 Sitz des Landeshauptmannes und 1823 Sitz des Landtages.

Durch die Eingliederung in Preußen verlor Düsseldorf nach über 400 Jahren den Status einer Landeshauptstadt und damit alle staatlichen Behörden.[62] Düsseldorf war also nach dem Abriss der Befestigungsanlagen, dem die erste Stadterweiterung im klassizistischen Stil folgte, nur noch Zentrum einer Provinz und Amtsstadt, umgeben von einem geschlossenen Ring weitläufiger Parkanlagen

Nach zeitgenössischen Beschreibungen bot die Stadt der Biedermeierzeit insgesamt ein vergleichsweise harmonisches Stadtbild, wie Carl Julius Weber bemerkte: „Das fröhliche Düsseldorf ist doppelt reizvoll, wenn man aus dem düsteren Köln kommt.“[63] Die politische und administrative Bedeutung war jedoch groß der Stadt aufgrund des Verlustes an Kapitalfunktionen nicht so hoch wie der Rang des damaligen geistigen und künstlerischen Lebens, der maßgeblich auf der Neugründung der Düsseldorfer Kunstakademie (1819) und der Düsseldorfer Malerschule (1819-1918) beruhte ), die daraus hervorgegangen sind, sowie ihren Ruf als Kunst- und Gartenstadt

In der Zeit des Vormärz und der Deutschen Revolution waren die in der Stadt vertretenen bürgerlichen Milieus mit den Persönlichkeiten Lorenz Cantador, Ferdinand Freiligrath, Ferdinand Lassalle und Hugo Wesendonck ein Brennpunkt der sich formierenden Demokratie- und Arbeiterbewegung

Stich aus Düsseldorf um 1850 mit Darstellung der seit 1839 bestehenden Schiffsbrücke

Ab Mitte der 1830er Jahre erfassten die durch die Industrialisierung ausgelösten sozialen und wirtschaftlichen Umbrüche die kleine preußische Provinzstadt

Die Ablösung des Kölner Stapelrechts durch das Mainzer Gesetz (1831),[64] die Dampfschifffahrt auf dem zunehmend regulierten Rhein, die Errichtung eines Freihafens (1831) und der Bau der ersten westdeutschen Eisenbahnlinien (1838)[65 ] schuf die Voraussetzungen für die Entwicklung Düsseldorfs zu einer Industriestadt

Die zwischen Rotterdam und Mannheim verkehrende Dampfschifffahrtsgesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein wurde 1836 in Düsseldorf gegründet

1837 fand in der Flinger Straße die erste Gewerbeausstellung statt, die neben der 1852 abgehaltenen Landesgewerbeausstellung für Rheinland und Westfalen eine Grundlage bildete für die spätere Entwicklung zur Messestadt

Ab 1850 siedelten sich unter anderem in Oberbilk die ersten Stahlwerke an

Zahlreiche weitere Industrieunternehmen folgten, wie die Gerresheimer Glashütte

Die Textilindustrie dominierte jedoch noch bis 1870.[66] Düsseldorf hat seit 1872 eine Berufsfeuerwehr.[67] Düsseldorf am Rhein vor 1898

1872 wurde Düsseldorf wieder Kreis

Um 1880 bestand sie aus sechs Stadtteilen: der Altstadt (das ursprüngliche Düsseldorf) mit schmalen und unregelmäßigen Straßen und den beiden Mündungen der nördlichen und südlichen Düssel, der Carlstadt an der Südseite der Altstadt (angelegt 1767), der Neustadt entfernt, die 1690–1716 erbaute Friedrichstadt am südöstlichen Ende, die Königstadt und schließlich Pempelfort im Norden und Nordosten.[68] 1880 fand in Düsseldorf die Rheinisch-Westphälische Gewerbeausstellung statt, die über eine Million Besucher anzog[69][70] und der Stadt weitere Wachstumsimpulse gab

Laut der Volkszählung vom 1

Dezember 1880 lebten in der Stadt auf einer Fläche von 49 Quadratkilometern 95.458 Menschen

Die verkehrsgeographisch zentral gelegene preußische Stadt, die 50 Jahre zuvor politisch und wirtschaftlich wenig aufzuweisen hatte, war dank fortschreitender Industrialisierung und ausgebautem Verkehr gut aufgestellt Infrastruktur, rasches Bevölkerungswachstum und der Wegfall der Zollschranken, der die Verwirklichung des Deutschen Zollvereins ab 1834 zur Folge hatte, an der Schwelle zur Entwicklung zu einer der bedeutendsten Groß- und Industriestädte des 1871 gegründeten Deutschen Reiches gezeigt , dessen föderaler Rahmen nun Preußen als Mitgliedsstaat umfasste

Im Zeitraum von 1880 bis 1900 hat sich die Bevölkerung auf 215.000 Einwohner mehr als verdoppelt.[68][71]

Aufstieg zur Wirtschaftsmetropole und Niedergang [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Leihgabe der Stadt Düsseldorf über 1.000 Mark vom 26

Juli 1899[72] – Darstellung der Stadt Düsseldorf durch – Darstellung der Stadt Düsseldorf durch Allegorien der Industrie und Malerei, Illustration von Felix Schmidt

An der Wende zum 20

Jahrhundert war Düsseldorf eine geschäftige und blühende Industriestadt

Nach dem Ausbau des Rheinufers wurde 1902 auf einem 70 Hektar großen Gelände am Rheinufer eine große Gewerbe-, Industrie- und Kunstausstellung mit über 2.500 Ausstellern veranstaltet, die weltweite Aufmerksamkeit erregte.[73] Gute Finanzen, niedrige Steuern und Anreize für die Stadtplanung zogen wohlhabende Menschen und Unternehmen aus dem ganzen Reich an

Dank der Konzentration von Verwaltungen und unternehmensnahen Dienstleistungen sowie der Ansiedlung einer Börse, großer Banken und einer Reihe bedeutender Industrieverbände etablierte sich die Stadt Anfang des 20

Jahrhunderts als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“

Jahrhundert

1909 wurde auf der Golzheimer Heide ein Zeppelin-Flugplatz eingerichtet

Im selben Jahr fanden die ersten größeren Eingemeindungen seit dem Mittelalter statt

Dadurch wuchs die Stadt um 62,5 km² und erreichte mit einem Zuwachs von rund 63.000 Einwohnern eine Gesamtbevölkerung von 345.000

Die Stadt nahm ihre neue Gestalt zum Anlass, im August 1910 eine internationale Städtebauausstellung zu veranstalten, zu deren Erfolg neben deutschen Großstädten auch Chicago, Boston,[74] London, Zürich, Kopenhagen, Stockholm und Helsinki gehörten beigesteuerte städtebauliche Exponate.[75] In der 1912 folgenden Düsseldorfer Stadtausstellung für Rheinland, Westfalen und angrenzende Gebiete wurden Pläne für die „Millionenstadt Düsseldorf“ vorgestellt.[76][77][78] Der US-Publizist und Reformer Frederic C

Howe lobte die Stadtentwicklung Düsseldorfs als vorbildlich

Das Wachstum der Stadt schien den Zeitgenossen unaufhaltsam

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs traf Düsseldorf völlig unvorbereitet.

Am 31

Juli 1914 übernahm das Militär die Exekutive und am folgenden Tag wurde die allgemeine Mobilmachung angekündigt

Das Leben in der Stadt veränderte sich bald merklich

Die Düsseldorfer Industrie stellte auf Kriegsproduktion um und wurde zu einem der größten Waffenhersteller des Reiches.[79] Die Stadt wurde zu einem Versorgungszentrum und Krankenhausstandort

1915 waren in Düsseldorf 46.000 Reservisten stationiert, 1917 gab es rund 8.000 Krankenhausbetten.[80] Aufgrund des wirtschaftlichen Niedergangs sank der Hafenumschlag auf weniger als 30 % des Vorkriegsniveaus

Die Geburtenraten sanken um 42 %; es mangelte an Nahrung und Kleidung; die Sterblichkeitsraten stiegen massiv; über 10.000 Soldaten kehrten nie zurück

Hungersnöte in der Bevölkerung führen im Juni 1917 zu Protesten und Plünderungen von Geschäften.[79] Mehrfach wurde der Belagerungszustand ausgerufen.[81] Am 8

November 1918 trugen von Köln kommende Matrosen die Novemberrevolution in die Stadt

Es wurde ein provisorischer Arbeiter- und Soldatenrat gebildet, der zunächst in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung die öffentliche Ordnung aufrechterhalten konnte

Als Folge des Waffenstillstands von Compiègne, dem Ende des Ersten Weltkriegs, besetzten belgische Truppen am 4

Dezember 1918 die linksrheinischen Stadtteile.[82] Himmelgeist und das damals noch selbstständige Benrath waren britisch besetzt

Der Rest der Stadt befand sich gemäß Artikel 42, 43 des Versailler Vertrages in der entmilitarisierten Zone

Die Soldaten traten formell aus dem Arbeiter- und Soldatenrat aus, und der Arbeiterrat wurde neu gebildet

Das in den 1920er Jahren erbaute Wilhelm-Marx-Haus war das erste Hochhaus Westdeutschlands

Vom 7

bis 9

Januar 1919 übernahm nach Streiks, Besetzung von Zeitungsredaktionen und einer Massendemonstration gegen die Ebert-Scheidemann-Regierung ein Exekutivrat des Arbeiterrates aus Mitgliedern des Spartakusbundes und der USPD die Macht

Das Ziel dieser Gruppen war eine Revolution nach russischem Vorbild

Der Hauptbahnhof, das Polizeipräsidium und die Telefonzentrale wurden besetzt

Aus der Justizvollzugsanstalt Ulmer Höh wurden rund 150 Insassen befreit

Oberbürgermeister Oehler, Regierungspräsident Kruse und einige andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens konnten in das belgisch besetzte Oberkassel fliehen, während andere angesehene Bürger als Geiseln genommen wurden

Beamte der Stadt stellten am 10

Januar aus Protest die Arbeit ein

Ein Exekutivrat des Betriebsrates erklärte die Ernennung von Karl Schmidtchen zum Bürgermeister

In der Graf-Adolf-Straße kam es zu Streiks und blutigen Auseinandersetzungen mit vielen Toten und Schwerverletzten

Nach fünf Wochen, am 28

Februar 1919, erobert das Freikorps Lichtschlag die Stadt und setzt den Exekutivrat ab.[83] Dennoch kam es bis Mitte April 1919 immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Spartakisten und den reaktionären Freikorpstruppen,[84] insbesondere während der Generalstreikbewegung im Ruhrgebiet vom 8

bis 13

April

Der Bezirk Oberbilk, der nur mit Artillerieunterstützung erobert werden konnte, war heftig umkämpft.[85] Bis 1933 blieb Düsseldorf jedoch weitgehend eine „rote“ Stadt in Preußen, geprägt von der Arbeiterbewegung, die als Freistaat Preußen 1918 durch den Sturz der Hohenzollern-Monarchie eine Republik im Deutschen Reich geworden war.

Am 8

März 1921 gegen Mittag rücken französische und belgische Truppen in Düsseldorf und andere Städte des Ruhrgebiets ein und besetzen sie.[86] Hintergrund war die Weigerung der Reichsregierung, Reparationsleistungen aus dem Versailler Vertrag in Höhe von 269 Milliarden Goldmark anzuerkennen

Zwei Jahre später begannen die Franzosen von ihren Brückenköpfen Duisburg und Düsseldorf aus das Ruhrgebiet zu besetzen

Die Besetzung endete mit der Annahme des Dawes-Plans durch die Bundesregierung am 1

September 1925

Aus diesem Anlass kam Reichspräsident Paul von Hindenburg nach Düsseldorf und hielt im Rheinstadion vor rund 50.000 Zuhörern eine patriotische Rede, der Bezirk Düsseldorf wurde weitgehend zusammengelegt zum neuen Stadtteil Düsseldorf-Mettmann wurde der nördliche Teil um die Städte Duisburg und Mülheim ergänzt

Düsseldorf-Mettmann wurde im Zuge der Kreisreform 1975 in Kreis Mettmann umbenannt

Am 13

April 1931 begann in Düsseldorf der Strafprozess in einem der spektakulärsten Kriminalfälle der Weimarer Republik

Vor Gericht stand der Serienmörder Peter Kürten, der von 1894 bis 1921 und erneut seit 1925 in Düsseldorf lebte

Der auch international viel beachtete Prozess – rund 90 Auslandskorrespondenten hatten sich angekündigt – endete am 21

April 1931 mit einem Todesurteil, das am 2

Juli 1931 in Köln vollstreckt wurde

In Deutschland löste das Ereignis aus eine erneute Debatte über die Zulässigkeit der Todesstrafe.[87][88] Der Kriminalfall inspirierte den Regisseur Fritz Lang zu seinem Streifen M – Eine Stadt sucht einen Mörder, einem der ersten Tonfilme.

Die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten fand am 11

April 1933 in Düsseldorf die erste Verbrennung „unerwünschter Literatur“ der deutschen Studentenschaft statt, darunter Bücher von Heinrich Heine

Der NSDAP-Gauleiter Friedrich Karl Florian förderte das Massengedenken von Albert Leo Schlageter am Schlageter National Monument, das 1931 errichtet worden war, sowie die personelle Umstrukturierung von Stadtverwaltung und Behörden

Der bisherige Polizeipräsident Hans Langels (Zentrumspartei) wurde abgesetzt und durch den SS-Gruppenführer Fritz Weitzel ersetzt

Zahlreiche Regimegegner wurden festgenommen, misshandelt oder getötet

Als Hauptstadt des Gaus Düsseldorf (1930-1945) war Düsseldorf Sitz zahlreicher nationalsozialistischer Vereine und sicherheitspolizeilicher Einrichtungen: des Landespolizeipräsidiums Düsseldorf, des Höheren SS- und Polizeiführers West (ab 1938), des Inspekteurs der Sicherheitspolizei und SD, die SS-Obergruppe West, die SD-Obergruppe West, die SA-Gruppe Niederrhein, die 20

SS-Standarte, ein HJ-Verbot (Nr

39, Obergebiet West, Bereich Ruhr-Niederrhein), ab 1936 eine Heeresstützpunktverwaltung und a Wehrkreiskommando der Wehrmacht

Zu den kulturpolitischen „Höhepunkten“ zählten die Propagandaschauen „Reichsausstellung Schaffendes Volk“ (1937) und „Entartete Musik“ (1938).

1937 wurden im Rahmen der Aktion “Entartete Kunst” Werke aus der städtischen Kunstsammlung beschlagnahmt und vernichtet.[89] Am 10

November 1938 wurden in der Pogromnacht die Synagogen in der Kasernenstraße und in Benrath niedergebrannt, die jüdische Bevölkerung der Stadt verfolgt und mindestens 18 Menschen ermordet.[90] Die Deportation von fast 6.000 Juden aus dem gesamten Regierungsbezirk lag in den Händen der „Judenabteilung“ des Landespolizeipräsidiums Düsseldorf

Am 27

Oktober 1941 verließ der erste Zug mit insgesamt 1.003 Juden aus Düsseldorf und dem Niederrhein den Güterbahnhof Derendorf in Richtung der deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen (siehe Jüdisches Leben in Düsseldorf).[91] Über 2.200 Düsseldorfer Juden wurden ermordet

1944 lebten in rund 400 Lagern in Düsseldorf rund 35.000 ausländische Zivilarbeiter, mehrere tausend Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge, die Zwangsarbeit leisten mussten.[92] Seit 1987 erinnert die Gedenkstätte Düsseldorf im ehemaligen Polizeipräsidium in der Mühlenstraße (Rathaus) an die Opfer des Nationalsozialismus in Düsseldorf

Auch in Düsseldorf gibt es zahlreiche Gedenkstätten für Opfer des Nationalsozialismus

→ Hauptartikel: Luftangriffe auf Düsseldorf

Die ersten Bomben fielen 1940 während des Zweiten Weltkriegs auf Düsseldorf

Den ersten Großangriff erlebten die Düsseldorfer in der Nacht zum 1

August 1942.[93] Die alliierten Luftangriffe forderten bis 1945 mehr als 5.000 Zivilistenleben.[92][94] Etwa die Hälfte der Gebäude wurde zerstört und rund 90 Prozent beschädigt

Alle Rheinbrücken, die meisten Straßen, Hochwasserdeiche, Unter- und Überführungen sowie das städtische Entwässerungsnetz wurden weitgehend zerstört.[95] Die Trümmermenge wurde auf rund zehn Millionen Kubikmeter geschätzt

Ab dem 28

Februar 1945 wurde Düsseldorf im Zuge der Entstehung des Ruhrgebiets für sieben Wochen zur Frontstadt mit ununterbrochenem amerikanischem Beschuss vom linken Rheinufer und im März zunehmend eingekesselt.[92] → Hauptartikel: Aktion Rheinland

Im April versuchten einige Düsseldorfer Bürger des Widerstands um Rechtsanwalt Karl August Wiedenhofen, Polizeipräsident Franz Jürgens festnehmen zu lassen, damit die Stadt kampflos an die Alliierten übergeben werden könne

Der Putschversuch gelang zunächst, wurde dann aber verraten.[96] Nach der Befreiung Korrengs durch linientreue Kräfte des Gauleiters Friedrich Karl Florian, der fünf der Widerstandskämpfer (darunter Jürgens) auf Vorladung erschießen ließ, gelang den letzten beiden Mitgliedern, Rechtsanwalt Wiedenhofen und Architekt Aloys Odenthal, die Flucht, um das zu erreichen Amerikanische Streitkräfte rücken östlich der Stadt vor und sollen die endgültige Zerstörung der Stadt durch einen bereits vorbereiteten großen Luftangriff abwenden.[97][98]

Wiederaufbau und Entwicklung zur Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Das Düsseldorfer Schauspielhaus und im Hintergrund das Dreischeibenhaus sind beispielhafte Bauten der 1950er und 1960er Jahre.

Einheiten der US-Armee besetzten Düsseldorf am 17

April 1945 nahezu kampflos

Nur noch etwa die Hälfte der Einwohner lebte in der weitgehend zerstörten Stadt, die im Zuge der Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen unter britische Militärverwaltung kam, die bereits im Juni 1945 eine deutsche Kommunalverwaltung eingerichtet hatte lebten in Düsseldorf noch rund 235.000 Menschen, Ende 1945 lebten bereits 394.765 Einwohner in der Stadt.[99] Nach vorläufigen Beschlüssen der Londoner Außenministerkonferenz gründeten die Briten am 23

August 1946 das Land Nordrhein-Westfalen mit der Hauptstadt Düsseldorf als Nachfolgestaat des einzigen de jure bestehenden Freistaates Preußen die bedeutenden industriellen Ressourcen des Landes abgeben, um den politischen Einfluss der Sowjetunion und Frankreichs aufzuheben

Die geografische Zentralität, insbesondere die gewachsene Funktion als wirtschaftliches Entscheidungszentrum („Schreibtisch des Ruhrgebiets“), und der Bestand an unbeschädigten Verwaltungsgebäuden waren ausschlaggebend für die Wahl Düsseldorfs als politisches Zentrum des neuen Bundeslandes.[ 100] Mit Wohnungsnotprogrammen wurden bis 1947 rund 70.000 Wohnungen zur Verfügung gestellt.[101] 1947 fand die erste Messe in Düsseldorf statt.[102] Im Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland 1949 hatte die Einwohnerzahl Düsseldorfs fast wieder den Vorkriegsstand erreicht, und Anfang der 1950er Jahre begann der systematische Wiederaufbau.[103] Von 1949 bis 1952 war Düsseldorf Sitz der Internationalen Ruhrbehörde, einem Vorläufer der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl

Dank der Marketinggemeinschaft Igedo und wegen der Nähe zur Textilindustrie konnte sich das Messe- und Ausstellungszentrum am Ehrenhof in dieser Zeit mit der Düsseldorfer Verkaufs- und Modewoche als neuer deutscher Standort für den Modehandel etablieren

[104] Der Neuordnungsplan von 1950 legte den Grundstein für die weitere Stadtentwicklung der nächsten Jahrzehnte, die das Stadtbild und die Verkehrsführung maßgeblich nach dem Vorbild der autogerechten Stadt verändern sollte

Zahlreiche Straßen wurden verbreitert und zerstörte Gebäude zwei bis drei Stockwerke höher wieder aufgebaut

Die ersten Wolkenkratzer wurden ab Mitte der 1950er Jahre gebaut.[105] Düsseldorf entwickelte sich zu einer Verwaltungsstadt

Trotzdem blieb Düsseldorf bis in die 1980er Jahre ein wichtiger Industriestandort

Durch die Nähe zum Ruhrgebiet und zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn siedelten sich zahlreiche Vereine und Interessenvertretungen aus der Stahlbranche in der Stadt an

Die 1960er und 1970er Jahre brachten große Veränderungen

Die Stadt hatte zu dieser Zeit die höchste Einwohnerzahl ihrer Geschichte

Ab 1961 war Garath ein völlig neuer Stadtteil in Form einer Trabantenstadt am südlichen Stadtrand.[106][107] 1965 wurde Düsseldorf Universitätsstadt.[108] 1970 folgte die Eröffnung des neuen Theaters,[109] 1971 das neue Ausstellungszentrum[110] und 1978 das neue Konzerthaus.[111] Die größte Eingemeindung seit 1929 erfolgte 1975

Zwei neue Rheinbrücken wurden gebaut und mit dem Bau einer unterirdischen Stadtbahn begonnen, deren erster Abschnitt 1981 eingeweiht wurde.[112] In den 1980er Jahren wurde das Stadtbild mit weiteren Stadtentwicklungsprojekten, dem Neubau des Landtags, der Entwicklung des MedienHafens und dem Bau des Rheinufertunnels, dessen Fertigstellung sich bis in die 1990er Jahre hinzog, noch einmal nachhaltig verändert

[113] Seit 1993 fließt der Autoverkehr unterirdisch und die Altstadt ist mit der Rheinpromenade wieder an den Rhein gerückt

In den 1990er Jahren entstand im Medienhafen ein neues Büro-, Geschäfts- und Freizeitviertel.[114] 1996 zerstörte ein Großbrand ein Terminal am Düsseldorfer Flughafen.[114] Der Flughafen und die Anbindung an die City wurden komplett neu gestaltet

Die Arbeiten wurden 2003 abgeschlossen.[115]

Bei einem Bombenanschlag auf den Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn am 27

Juli 2000 wurden zehn Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt und eine schwangere Frau verlor ihr ungeborenes Kind

Nach einem Brandanschlag auf die Neue Synagoge in Düsseldorf am 2

Oktober 2000 appellierte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder an die deutsche Öffentlichkeit, in dem er zum „Aufstand der Anständigen“ aufrief

Am 25

Mai 2009 wurde der Stadt von der Bundesregierung der Titel „Ort der Vielfalt“ verliehen

Die Stadtverwaltung erklärte Düsseldorf 2014 für schuldenfrei, was jedoch vom Land Nordrhein-Westfalen und seinem Statistischen Amt in Frage gestellt wurde

Die unterschiedlichen Auffassungen resultierten aus unterschiedlichen Einschätzungen und waren auch politisch auf Landes- und Stadtebene motiviert

Zum 31

Dezember 2013 hatte die Stadt Verbindlichkeiten in Höhe von 383 Mio

Euro

Damit ist Düsseldorf die am wenigsten verschuldete kreisfreie Stadt in Nordrhein-Westfalen.[116] Nachdem bereits 1384 Bilk, Derendorf und Golzheim, 1394 Hamm und 1487 Volmerswerth nach Düsseldorf eingemeindet worden waren, kam es im letzten Jahrhundert zu Gebietsreformen in den Jahren 1909, 1929 und 1975, die eine weitere städtebauliche Entwicklung und eine effizientere Verwaltung aufgrund der beginnenden zur Folge hatten In der zweiten Hälfte des 19

Jahrhunderts sollte die Industrialisierung und erneut in den 1950er bis 1970er Jahren für ein starkes Wachstum und Zusammenwachsen der Region Düsseldorf sorgen

Im Einzelnen wurden ab 1908 folgende Städte, Gemeinden und Gemeindeteile nach Düsseldorf eingemeindet[117] (die Zahlen in Klammern geben die Flächenzunahme an):[118]

am 1

April 1908 Wersten, vorher Teil der Landgemeinde Himmelgeist-Wersten (3,57 km²); am 1

April 1909 Stockum, zuvor Teil der Landgemeinde Lohausen (3,72 km²), Rath (14,23 km²), Stadt Gerresheim (5,35 km²), Eller (10,68 km²), Himmelgeist (7,04 km²), Heerdt einschließlich der Wohngebiete Gebiete Oberkassel, Niederkassel und Lörick (13,52 km²) sowie Teile der Landgemeinde Ludenberg (4,37 km²); August 1929 die Stadt Kaiserswerth (3,27 km²), Lohausen (10,57 km²), Benrath einschließlich der Wohngebiete Itter, Holthausen, Hassels, Reisholz, Urdenbach und Garath mit dem neuen Stadtteil Hellerhof (26,63 km²), die wurde 1971 abgespalten, Teile von Wittlaer (41 ha), Teile von Kalkum (91 ha), Teile von Eckamp (90 ha), Teile von Schwarzbach (70 ha), Teile von Ludenberg (4,44 km²), Teile von Erkrath ( 2 ha) und Teile von Büderich (1 ha)

am 1

Januar 1975 Wittlaer einschließlich Kalkum (23,17 km²), Stadt Angermund (8,32 km²), Hubbelrath mit den Siedlungsgebieten Dorf, Stratenhof und Rotthäuser Weg (11,92 km²), Stadt Monheim ohne Hitdorf 1 (26,69 km²), Teile von die Gemeinde Hasselbeck-Schwarzbach mit dem Siedlungsgebiet Knittkuhl (2 km²), der Ortsteil Unterbach der Stadt Erkrath (4,98 km²) und das Elbseegebiet der Stadt Hilden (5,53 km²)

am 1

Januar 1980 Teile der Stadt Ratingen (48 ha)

Fußnoten

1 Der Monheimer Stadtteil Hitdorf (5,30 km²) wurde nach Leverkusen eingemeindet

Aufgrund des Gebietsänderungsgesetzes im Neuordnungsgebiet Düsseldorf wurde Monheim mit Wirkung zum 1

Juli 1976 wieder ausgegliedert und zur kreisfreien Stadt erklärt

Nur ein kleiner, kaum bewohnter Teil der Urdenbacher Kämpe blieb in Düsseldorf

Der bisherige Kreis Hitdorf verblieb bei Leverkusen

→ Hauptartikel: Wohnbebauung Düsseldorf

Bevölkerungsentwicklung in Düsseldorf von 1871 bis 2019

Am 31.12.2012 betrug die „amtliche Einwohnerzahl“ für Düsseldorf 593.682 laut Fortschreibung auf Basis der Volkszählung 2011.[120] Davon waren 308.014 Frauen (51,88 %) und 285.668 Männer (48,11 %)

Der Ausländeranteil lag bei 16,55 %, d

H

98.235 Einwohner.[121] Laut Stadtzählung stellten 2006 die Türken mit 15.191 Personen die größte Gruppe der Nichtdeutschen, gefolgt von den Griechen mit 10.591 und den Italienern mit 6.890 Personen

Unter den außereuropäischen Herkunftsländern stellen die Asiaten (ohne Türken) mit 14.639 die größte Gruppe, darunter Japaner mit 4951, Iraner mit 1419, Chinesen mit 1375 und Koreaner mit 1003 Personen.[122] Durch die Ansiedlung von rund 300 chinesischen Unternehmen (Stand 2011) steigt die Zahl der chinesischen Einwohner in der Landeshauptstadt stark an.[123] Zum 31

Dezember 2010 hatte Düsseldorf im Vergleich zu den anderen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen den größten Ausländeranteil

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hatten 19,3 Prozent der Düsseldorfer einen ausländischen Pass

In Düsseldorf lebten nicht nur die meisten Japaner (nämlich 59 Prozent aller Japaner in Nordrhein-Westfalen), sondern auch die meisten Schweden, Ghanaer, Südkoreaner, Iren, Franzosen und Marokkaner im Land[124]

Mit Beginn der Industrialisierung im 19

Jahrhundert setzte in Düsseldorf ein starkes Bevölkerungswachstum ein

Während die Stadt 1834 noch rund 20.000 Einwohner zählte, überschritt sie bereits 1882 die 100.000-Einwohner-Marke und machte Düsseldorf zur Großstadt

1905 hatte die Stadt 250.000 Einwohner, bis 1933 hatte sich diese Zahl auf 500.000 verdoppelt

1962 erreichte die Einwohnerzahl mit 705.391 ein Allzeithoch

In den Folgejahren ging die Einwohnerzahl jedoch wieder stark zurück

Dieser Trend konnte auch durch die kommunale Neugliederung in den 1970er Jahren nicht umgekehrt werden, in deren Folge einige Umlandgemeinden nach Düsseldorf eingemeindet wurden

Durch die Abwanderung in die umliegenden Gemeinden pendelte sich die Einwohnerzahl in den 1980er und 1990er Jahren auf 570.000 ein

Erst zur Jahrtausendwende kehrte sich der Trend um

Am 30.06.2005 betrug die „amtliche Einwohnerzahl“ für Düsseldorf 573.449 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) laut Fortschreibung des Landesamtes für Information und Technik Nordrhein-Westfalen

Am 20

Juli 2014 wurden die 600.000

in Düsseldorf geboren

Erstmals seit 1978 leben in Düsseldorf wieder mehr als 600.000 Einwohner

Das hat das Amt für Statistik ermittelt

Für das Jahr 2030 werden 611.970,[125] 623.600[126] und 645.000[127] Einwohner prognostiziert

Bezogen auf die Bevölkerungsdichte liegt Düsseldorf mit 2730,7 Einwohnern pro km² hinter Herne und vor Oberhausen an zweiter Stelle unter den Städten Nordrhein-Westfalens (Stand 31.12.2012).[128] Nach Angaben des Einwohnermeldeamtes der Stadt Düsseldorf, das seit 2016 seine Bevölkerungszahlen nicht mehr aus der Fortschreibung der Volkszählung 1987, sondern aus der Melderegisterabzugsstatistik ermittelt, ist die Einwohnerzahl zum 31.12.2016 war 635.704.[129] Am selben Tag ermittelte das Statistische Landesamt die amtliche Einwohnerzahl auf 613.230, das sind 22.474 weniger als das Melderegister ausgibt.[130] Laut Einwohnermelderegister betrug die Einwohnerzahl am 31.12.2018 642.304.[131] Zum 31

Dezember 2020 nannte dieselbe Quelle 640.280 Personen.[132]

→ Hauptartikel: Düsseldorfer Platt

Der in Düsseldorf nur in wenigen Milieus gesprochene Dialekt gehört zum Limburgischen

Die Benrather Linie (Maache-Maake-Grenze) verläuft durch den gleichnamigen Düsseldorfer Stadtteil und trennt Limburg von Ripuarian

Vom nördlichen Unterfranken wird es durch die Uerdinger Linie (I-ick-Grenze) im Norden abgegrenzt

Heutzutage wird Platt meist nur noch von der älteren Generation gesprochen und verstanden

Anstelle des ursprünglichen Düsseldorfer Platt wird in neuerer Zeit oft ein sogenannter Regiolekt, Rheindeutsch genannt, verwendet.[133] Siehe auch: Liste der Sakralbauten in Düsseldorf

Laut einer Religionsstudie der Ruhr-Universität Bochum ist Düsseldorf die religionsloseste Stadt in Nordrhein-Westfalen

2006 gehörten 35,5 % der Einwohner Düsseldorfs keiner organisierten Religionsgemeinschaft an

Damit stellten die Konfessionslosen schon damals vor der katholischen und der evangelischen Kirche die größte Bevölkerungsgruppe der Stadt.[134] Ende 2020 waren 27,2 % der Einwohner katholisch und 16,1 % evangelisch

56,7 % gehörten entweder einer anderen Religionsgemeinschaft an oder waren konfessionslos

Zwei Jahre zuvor waren 28,6 % der Einwohner katholisch, 16,9 % evangelisch

54,5 % gehörten anderen Konfessionen oder Konfessionen an oder waren konfessionslos.[135][136][137] Mit rund 7.000 Mitgliedern hat Düsseldorf nach Berlin und München die drittgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland.[138] Nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 9

Mai 2011 gehörten damals 202.370 Einwohner Düsseldorfs der katholischen Kirche an

131.880 Einwohner waren evangelisch, 2.900 evangelisch-freikirchlich, 20.260 orthodox und 4.560 jüdisch

220.790 Einwohner wurden den Rubriken „Sonstige“ oder „Keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaft zugehörig“ zugeordnet.[139] Nach einer Berechnung aus den Zahlen des Zensus für Menschen mit Migrationshintergrund lag der Anteil der Muslime in Düsseldorf im Jahr 2011 bei 8,3 % (rund 48.900 Personen).[140] Düsseldorf gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war dem Erzdiakonat des Domdekans unterstellt

Obwohl die Reformation zunächst Fuß fassen konnte, blieben die Katholiken weiterhin in der Stadt

Sie gehörten bis 1627 zum Dekanat Neuss, bevor Düsseldorf selbst Sitz eines Dekanats wurde.[141] Der vorzeitige Fall des Großherzogtums Berg 1813 hinderte Napoleon daran, ein Bistum Düsseldorf zu gründen.[142] Schon Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg hatte sich um eine solche für seine Hauptresidenz bemüht

Seit 1394 wird Apollinaris von Ravenna, dessen Reliquien im Apollinarisschrein der Stadtkirche St

Lambertus ruhen, als Stadtpatron und Patron von Düsseldorf verehrt

Anlässlich seines Namenstages findet am 23

Juli das Düsseldorfer Schützenfest mit der größten Kirmes am Rhein statt

Ein weniger bekannter Höhepunkt dieser Feierlichkeiten ist die Prozession, die den Schrein nach Apollinaris trägt

Deutlich mehr Menschen nehmen an der zentralen Fronleichnamsprozession aller Düsseldorfer Kirchengemeinden (außer Dekanat Benrath) durch Altstadt und Carlstadt teil

Im Jahr 2013 lebten etwa 191.000 Katholiken in Düsseldorf, was etwa 32 % der Bevölkerung entsprach.[143] Ende 2018 waren 28,6 Prozent der Einwohner römisch-katholisch.[135] Aufgrund des Priestermangels und des Rückgangs der Kirchenmitglieder begann in den 1980er Jahren die Zusammenarbeit mehrerer Kirchengemeinden in der Seelsorge

Heute gibt es in Düsseldorf Pfarrvereine

Weitere neun der 33 Düsseldorfer Pfarreien, nämlich St

Lambertus Düsseldorf, Heilige Dreifaltigkeit, St

Antonius und Benedikt, Heilige Familie, St

Franz Xaver, St

Margareta, St

Bonifatius, St

Antonius und Elisabeth und St

Matthäus, entstanden durch den Zusammenschluss benachbarter Kirchengemeinden und erstrecken sich ebenso wie die Seelsorgegebiete über mehrere Stadtteile

Alle Kirchengemeinden bis auf eine gehören zu einem der fünf Dekanate Nord, Mitte/Heerdt, Ost, Süd und Benrath im Stadtdekanat Düsseldorf

Stadtdekan ist in der Regel der Pfarrer von St

Lambertus

Ein Sonderfall ist die Kirchengemeinde St

Mariä Himmelfahrt in Unterbach, die eine Außenstelle im benachbarten Erkrath-Unterfeldhaus unterhält und seit dem 1

Januar 2010[144] im Dekanat Hilden eine Seelsorgegemeinschaft mit St

Johannes dem Täufer in Erkrath hat Büro, Kreisdekanat Mettmann[145]

des Erzbistums Köln

Seit 2006 unterhält der Katholische Stadtverband Carlstadt neben der Maxkirche das Maxhaus als katholisches Begegnungs- und Veranstaltungszentrum mit religiösen, kulturellen und musikalischen Angeboten.[146] Ab 1527 konnte sich die Reformation teilweise durchsetzen,[147] begünstigt vor allem durch den Reformkatholizismus Herzog Wilhelms V

Neben dem Psalmensingen wurde in der Stiftskirche St

Lambert das Abendmahl in beiden Formen eingeführt

Dies war die Gründung der lutherischen Kirche.[148] 1571 kam es zu einem weiteren Wechsel am Hof, der die Unterdrückung der Protestanten zur Folge hatte

Die 1573 gegründeten lutherischen und reformierten Gemeinden trafen sich dann im Geheimen, bis die Unterdrückung 1590 endete.[149] Ab 1609 konnten die Protestanten ihre Gottesdienste zunächst öffentlich abhalten: die Reformierten in ihrem Predigthaus in der Andreasstraße, die Lutheraner in der Berger Straße

1614 wurde unter dem römisch-katholischen Herrscher Wolfgang Wilhelm die Unterdrückung wieder aufgenommen.[150] Bis Mitte des 17

Jahrhunderts konnten Protestanten ihre Gottesdienste nur im Verborgenen abhalten

Dann erhielten sie das Recht, ihre Religion frei auszuüben.[151] Im Predigthaus in der Bolkerstraße aus dem Jahr 1651 wurde die erste urkundlich erwähnte evangelische Predigt in Düsseldorf gehalten

1683 konnte die reformierte Gemeinde eine eigene Kirche errichten, die 1916 den Namen Neanderkirche erhielt

Der Turm wurde 1687 fertiggestellt.[152] Im selben Jahr wurde die lutherische Kirche an der Berger Straße errichtet

Die evangelische Gemeinde in Düsseldorf gehörte zunächst dem Kölner Stand, später der Bergischen Synode (1589) an, sodass Düsseldorf 1611 Sitz eines eigenen Standes (kirchlicher Verwaltungsbezirk) wurde

) die beiden evangelischen Gemeinden zur „Evangelischen Gemeinde Düsseldorf“, die zur Superintendentur Düsseldorf gehörte

Bereits 1815 war Düsseldorf Sitz des Preußischen Oberkonsistoriums für die Provinz Jülich-Kleve-Berg geworden, das jedoch 1816 nach Köln verlegt wurde

1827 fand in Düsseldorf eine Synode statt.

Die evangelische Gemeinde in Düsseldorf wuchs stetig und weitere Kirchen wurden gebaut, wie die Johanneskirche am Martin-Luther-Platz (1881), die Christuskirche (1899), die Friedenskirche (1899) und die alte Matthäikirche (1899) sowie die Kreuzkirche (1910)

1905 wurde die Kirchengemeinde Eller-Wersten aus Teilen der Kirchengemeinden Urdenbach und Gerresheim gebildet

Durch Eingemeindungen entstanden weitere Kirchengemeinden im Stadtgebiet

Am 1

Oktober 1934 wurde der Sitz des Konsistoriums der Rheinischen Landeskirche Preußens und der Evangelischen Kirche im Rheinland von Koblenz nach Düsseldorf verlegt

Die heutige Kirchenverwaltung befindet sich in der Hans-Böckler-Straße im Stadtteil Golzheim

Es gibt auch ein “Kirchenhaus” in der Bastionstraße in Carlstadt

1936 wurde für alle evangelischen Gemeinden Düsseldorfs ein Gesamtverband gegründet

1948 wurde die Kirchengemeinde Düsseldorf geteilt

Auch in den Gemeinden im Umland gab es Veränderungen

1964 wurde der Kirchenkreis Düsseldorf in die Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann, Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd aufgeteilt, wobei der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann vor allem Kirchengemeinden außerhalb der Stadt Düsseldorf umfasst

Bis Mitte 2007 bildeten die drei Kirchenkreise der Stadt den Kirchenkreisverband Düsseldorf innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland

Am 16

Juni 2007 trat erstmals die Synode des neu gegründeten Kirchenkreises Düsseldorf zusammen

Sie ist aus dem Zusammenschluss der Kirchenkreise Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd hervorgegangen und vertritt 24 evangelische Gemeinden und damit 116.550 Evangelische in der Landeshauptstadt, die 2013 rund 20 Prozent der Bevölkerung stellten.[143] Ende 2018 waren 16,9 Prozent der Einwohner evangelisch.[135] Wegen des Rückgangs von Kirchenmitgliedern und Kirchenbesuchen werden immer mehr Kirchen geschlossen, seit 2001 haben Protestanten 20 der 49 Kirchen entweiht.[153] Siehe auch: Diakonie Düsseldorf

Erlöserkirche in Stockum

Als Reaktion auf die Vereinigung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen und einiger reformierter Gemeinden zur Vereinigten Evangelischen Kirche in Preußen durch Kabinettsbeschluss von König Friedrich Wilhelm III

In den Jahren 1817 und 1830 wurde die Evangelisch-Lutherische (Altlutherische) Kirche Preußens gegründet

Die Altlutheraner bestanden auf der Anerkennung des lutherischen Bekenntnisses

Sie forderten vollen lutherischen Gottesdienst, Verfassung und Lehre

Nach harter staatlicher Verfolgung und mit Zustimmung der Neuen Evangelischen Kirche der Union konnten sie sich 1841 unter König Friedrich Wilhelm IV

konstituieren und wurden anerkannt

Ab 1844 wurden in Düsseldorf wieder lutherische Gottesdienste in einer Gemeinde gefeiert, die sich aus Lutheranern der Gemeinde vor der Zwangsvereinigung und Zuwanderern aus Sachsen und Bayern zusammensetzte.[154] 1882 weihte die Gemeinde eine eigene Kirche in der Kreuzstraße ein, die am 12

Juni 1943 einem Luftangriff zum Opfer fiel

1884 wurde die Gemeinde vom preußischen Staat als juristische Person anerkannt

Da das Grundstück in der Kreuzstraße nach dem Krieg aus städtebaulichen Gründen nicht mehr bebaut werden durfte, erwarb die Gemeinde ihr jetziges Grundstück und weihte am 2

April 1956 ihre Erlöserkirche in der Eichendorffstraße in Stockum ein

Die Gemeinde gehört heute zum Kirchenkreis Rheinland der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK)

Superintendent Nagel bestätigte auch Silvia Sommerlath, die spätere Königin Silvia von Schweden, in dieser Gemeinde

Orthodoxe Kirchen [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Die Kommission der Orthodoxen Kirche in Düsseldorf hat ihren Sitz in Düsseldorf mit Gemeinden der

Anglikaner und Altkatholiken [Bearbeiten| Quelle bearbeiten ]

Die anglikanische Kirche, die in voller Gemeinschaft mit der altkatholischen Kirche steht, hat eine Gemeinde in der Rotterdamer Straße am Nordpark

Die Pfarrkirche der alten katholischen Gemeinde in Düsseldorf ist die Thomaskirche, die ehemalige Klarenbachkapelle an der Steubenstraße in Reisholz

Apostolische Gemeinschaft

Neben den großen christlichen Konfessionen gibt es in Düsseldorf auch zahlreiche Freikirchen mit Gemeinden

Dazu gehört die

Die Düsseldorfer Gemeinden veranstalteten 1990 in der Robert-Schumann-Halle und 2001 im Südpark einen freien Kirchentag

Zeugen Jehovas [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Königreichssaal der Zeugen Jehovas

Zu den christlichen Sondergemeinden zählen auch die Zeugen Jehovas, die in Düsseldorf mit 18 Versammlungen (Gemeinden) und vier Gruppen vertreten sind.[155] Die Zusammenkünfte (Gottesdienste) finden in fünf Königreichssälen im Großraum Düsseldorf statt

Das größte Hallenzentrum (mit vier Hallen) befindet sich in Flingern-Süd

Hier finden neben mehreren Treffen in deutscher Sprache (zwei Versammlungen) auch Treffen in Englisch, Russisch, Polnisch, Griechisch, Italienisch, Rumänisch, Kroatisch/Serbisch, Tagalog, Chinesisch und Deutscher Gebärdensprache statt

Im Königreichssaalzentrum in Eller (mit zwei Sälen) werden die Zusammenkünfte auf Deutsch, Russisch, Spanisch, Hindi und Twi abgehalten

Weitere Königreichssäle befinden sich in Oberkassel, Pempelfort und Hellerhof

Treffen werden hier auf Deutsch (drei Gemeinden), Japanisch und Vietnamesisch abgehalten

Darüber hinaus werden mehrere Sonderveranstaltungen wie z

B

eine Bibelausstellung[156], vorzugsweise im öffentlich zugänglichen Königreichssaal Flingern-Süd, abgehalten

Andere Kirchen und besondere christliche Gemeinschaften [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Auch die Christengemeinschaft, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Neuapostolische Kirche mit fünf Gemeinden in Benrath, Derendorf, Eller, Flingern und Gerresheim sind in Düsseldorf vertreten

Hinzu kommt die russischsprachige jüdisch-messianische Gemeinde Beit Hesed in Düsseldorf, die auch die deutschsprachige Zeitschrift Kol Hesed herausgibt

→ Hauptartikel: Jüdisches Leben in Düsseldorf

Mit rund 7.500 Mitgliedern ist die Jüdische Gemeinde Düsseldorf die größte in Nordrhein-Westfalen und die drittgrößte in Deutschland

Die neue Synagoge wurde 1958 eingeweiht und befindet sich in der Zietenstraße im Stadtteil Golzheim

Es wird rund um die Uhr von der Polizei bewacht

Vorgängerbauten waren die Alte Synagoge und die Große Synagoge in der Kasernenstraße auf dem heutigen Grundstück des Handelsblatt-Verlagshauses, das während der Novemberpogrome 1938 in Brand gesteckt und anschließend abgerissen wurde.[157] Die Gemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist nach ihrer Satzung eine Einheitsgemeinde

Das bedeutet, dass alle religiösen Richtungen respektiert werden

Die Gottesdienste entsprechen dem orthodoxen Ritus

Rabbiner war bis Juli 2011 Julien Chaim Soussan, einer der jüngsten Gemeinderabbiner Deutschlands

90 % der Gemeindemitglieder stammen aus der ehemaligen Sowjetunion

Zur Gemeinde gehören ein Kindergarten und eine Grundschule, die Yitzhak Rabin School

Es ist eine staatlich anerkannte Grundschule und eine jüdische Bekenntnisschule, die koscheres Essen für die Kinder bereitstellt

In einer bundesweiten Vergleichsstudie stellte sich heraus, dass die Schule zu den 25 besten Grundschulen des Landes Nordrhein-Westfalen gehört

Die Gemeinde hat auch einen Sportverein (Makkabi), ein Jugendzentrum und einen Friedhof.

Auch in der Landeshauptstadt gibt es eine Reihe muslimischer Gemeinden

Diese bilden jedoch keinen einheitlichen Verband, sondern sind entsprechend der nationalen Zugehörigkeit ihrer Mitglieder als türkische, bosnische, marokkanische und andere Moscheeverbände organisiert

Der größte türkische Verband, die Türkisch-Islamische Union des Instituts für Religion e

V., besitzt drei Moscheen in Düsseldorf

Sie befinden sich in Lörick, Eller und Derendorf

Insgesamt gibt es in Düsseldorf rund 20 Moscheen

Zum Freitagsgebet kommen nach Angaben der verschiedenen Trägervereine rund 4.000 Gläubige, wobei die beiden größten Moscheen in Derendorf und Flingern Platz für bis zu 1.000 Teilnehmer bieten

Unter anderem wird gepredigt: auf Türkisch, Arabisch, Berberisch, Bosnisch, Albanisch, Romani und Deutsch.[158] Aleviten sind auch in Düsseldorf mit einer Gemeinde im Stadtteil Eller vertreten

Das Herkunftsland fast aller Aleviten ist die Türkei

Neben der religiösen Arbeit werden auch kulturelle und musikalische Projekte in der Düsseldorfer Gemeinde umgesetzt

In Nordrhein-Westfalen hat die alevitische Gemeinde in Deutschland den Status einer nach dem Grundgesetz anerkannten selbstständigen Religionsgemeinschaft und koordiniert den alevitischen Religionsunterricht als reguläres Schulfach mit

Diesem Dachverband gehören auch die Aleviten in Düsseldorf an

Der einzige buddhistische Tempel in der Tradition des Jōdo Shinshū in Europa befindet sich im linksrheinischen Stadtteil Niederkassel, auf dem Gelände des japanischen Ekō-Hauses

Es ist im japanischen Stil als Betonbau errichtet und von einem japanischen Garten umgeben

1993 gründeten die Japaner in Düsseldorf mit dem Ekō-Haus das Japanische Kulturzentrum

Es ist auch ein traditionelles japanisches Haus für Teezeremonien, hat eine Bibliothek und einen Kindergarten

Außerdem gibt es in Düsseldorf eine Reihe von buddhistischen Zentren aller großen Traditionen des Buddhismus

Eine Auswahl: Rigpa (tibetischer Buddhismus, Lehrer Sogyal Rinpoche), Amitabha Foundation (ebenfalls tibetischer Buddhismus) sowie Kanzeon Sangha (Zen-Tradition) und Diamantweg-Buddhismus (Lama Ole Nydahl) sowie weitere buddhistische Gruppen und Zentren

Damit bieten die buddhistischen Gruppen in Düsseldorf ein breites Angebot in Nordrhein-Westfalen

An der Spitze der Stadt Düsseldorf standen im 13

Jahrhundert die Schöffen, die bis 1806 die höchste und mächtigste Schicht in der Stadtverwaltung darstellten.[159] Seit 1303 wird ein Bürgermeister benannt, der zunächst auch Schöffe war

Daneben gab es ab 1358 auch einen Rat, der teilweise in einen alten und einen jungen Rat geteilt war

Die Mitglieder wurden entweder auf Lebenszeit gewählt (Alter Rat) oder jährlich ernannt (Junger Rat)

An der Verwaltung der Stadt war auch ein Bürgermeister als Vertreter des Herzogs beteiligt, der den Titel “Amtmann” trug.[160] Seit etwa dem 15

Jahrhundert gab es neben den genannten Gremien auch einen Gemeindeausschuss aus 12 Personen („zwölf“), der an der Wahl des Bürgermeisters teilnahm und zu wichtigen Entscheidungen berufen war, aber eigentlich nicht vertrat keine echte Bürgerbeteiligung.[161] Erst in der französischen Zeit gab es einen Gemeinderat, ab 1815 gab es einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern

Ab 1856 waren es die „Stadträte“, später Ratsherren, deren Gesamtzahl sich mehrfach änderte

In französischer Zeit übernahm der Bürgermeister, der von drei Stellvertretern unterstützt wurde, die Leitung der Stadt

Seit preußischer Zeit trug das Oberhaupt der Stadt den Titel eines Oberbürgermeisters

1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP ernannt

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der britischen Besatzungszone einen neuen Lord Mayor ein und führte 1946 eine lokale Verfassung nach britischem Vorbild ein

Danach gab es einen vom Volk gewählten „City Council“, dessen Mitglieder als „City Councillors“ bekannt waren

Der Rat wählte zunächst aus seiner Mitte den Bürgermeister zum Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, der sein Amt ehrenamtlich ausübte

Darüber hinaus wählte der Rat ab 1946 auch einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor zum Leiter der Stadtverwaltung

1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben

Seitdem gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister

Er ist Ratsvorsitzender, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt

1999 wurde er erstmals direkt von den Bürgern gewählt.[162] Erster hauptamtlicher Bürgermeister wurde Joachim Erwin, der 1999 eine schwarz-gelbe Ratsmehrheit führte und 2008 im Amt starb

Ihm folgte Dirk Elbers nach, der mit gleicher Mehrheit bis 2014 regierte

Nach den Kommunal- und Bürgermeisterwahlen in 2014 wurde unter seinem Nachfolger Thomas Geisel erstmals eine Ampelkooperation in Düsseldorf gegründet

Aufgrund der Vereinheitlichung von Kommunal- und Bürgermeisterwahlen in NRW dauerte diese Landtagswahl in Düsseldorf sechs statt fünf Jahre

Nach der Wahl im September 2020 bildeten CDU und Grüne im Januar 2021 eine neue Koalition unter Stephan Keller.[163] Oberbürgermeister seit 1815[Bearbeiten| Quelle bearbeiten ]

Der Bürgermeister wird von den Bürgerinnen und Bürgern in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl nach den Bestimmungen der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen gewählt

An der Spitze der Stadt steht seit dem 1

Oktober 1999 der hauptamtliche Oberbürgermeister

Er ist Vorsitzender und Vertreter des Gemeinderates

Der Bürgermeister leitet die Stadtverwaltung, unterstützt vom Stadtdirektor, dem Kammerherrn und fünf hauptamtlichen Stellvertretern.[164] Der Stadtrat wählt drei ehrenamtliche Stellvertreter, die „Bürgermeister“ genannt werden

Der Generalbevollmächtigte des Oberbürgermeisters in Düsseldorf ist als „Stadtdirektor“ bekannt.[165] Siehe auch: Liste der Bürgermeister von Düsseldorf 1303–1806

Oberbürgermeisterwahl Düsseldorf 2020 in Prozent % 60 50 40 30 20 10 0 34,2 % 26,3 % 17,4 % 12,5 % 2,7 % 2,2 % 1,2 % 0,9 % 0,8 % 0,5 % 0,4 % 1,0 % Keller

(CDU) Geisel

(SPD) Engstfeldl

(Grün) Strack-Zimmermann

(FDP)

(AfD) Hoffmann

(Links) Bonn

(PARTEI) Mirus

(Volt) Schenk

(Bestie!) Krüger

(FW) Grümbach

(Klima) Coldewe Else

Prozent Stichwahl % 60 50 40 30 20 10 0 56,0 % 44,0 % Keller

(CDU) Geisel

(SPD)

→ Hauptartikel: Düsseldorfer Stadtrat

Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Düsseldorf

CDU  Grüne  SPD  AfD Stärkste Partei bei der Kommunalwahl 2020 nach Kreisen:

Bundestagswahl 2020 – Düsseldorf Wahlbeteiligung: 52,57 % % 40 30 20 10 0 33,4 % 24,0 % 17,9 % 9,2 % 4,1 % 3,6 % 1,8 % 1,8 % 1, 4 % 0,9 % 0,9 % 1,1 % CDU Grüne SPD FDP Linke AfD Volt PARTEI Tiersch

FW Klima andere

Gewinne und Verluste gegenüber 2014 %p 12 10 8 6 4 2 0 -2 -4 -6 -8 -10 -12 −3,3 %p +10,2 %p −11,4 %p +2,2 %p −1,1 %p +0,6 % p +1,8 %p +1,8 %p +1,4 %p −0,3 %p +0,9 %p −2,8 %p CDU Grüne SPD FDP Linke AfD Volt PARTEI Tiersch

FW Klima andere

Sitzverteilung in

Düsseldorfer Stadtrat 2020 Links: 4

Links: 4 PARTEI: 2

PARTEI: 2 Klima: 1

Klima: 1 Grüne: 22

Grüne: 22 SPD: 16

SPD: 16 Volt: 2

Volt: 2 FW: 1

FW: 1 Tier!

Tier! FDP: 8 FDP: 8 CDU: 30 CDU: 30 AfD: 3 Insgesamt 90 Sitze

In jedem Stadtbezirk gibt es einen Bezirksrat mit 19 Mitgliedern

Der Vorsitzende trägt die Bezeichnung Bezirksbürgermeister

Diese „Bezirksparlamente“ wurden 1975 gegründet, um den Einfluss und die Gestaltungsmöglichkeiten der Bürger zu erhöhen

Die Kreisvertreter werden von den Kreisbewohnern bei jeder Kommunalwahl für die Dauer von fünf Jahren neu gewählt.[166][167] Die Kreisräte sind in wichtigen Angelegenheiten der Gemeinde zu hören

In Angelegenheiten des Stadtbezirks, die nicht Teil der laufenden Verwaltung sind und für die der Stadtrat nicht ausschließlich zuständig ist, entscheiden die Bezirksräte nach Maßgabe der Gemeindeordnung unter Berücksichtigung der Interessen der Gesamtstadt und im Rahmen des Allgemeine Richtlinien des Rates ist mit allen öffentlichen Aufgaben der Stadt betraut und wird vom Oberbürgermeister geleitet

Die hauptamtlichen Stellvertreter und Schatzmeister bilden zusammen mit dem Bürgermeister den Verwaltungsrat

Der Bürgermeister führt den Vorsitz und entscheidet bei Meinungsverschiedenheiten

Die Abgeordneten berichten direkt an den Bürgermeister, sie vertreten ihn in ihrem Ressort

Die Ratsmitglieder sind kommunale Wahlbeamte

Sie werden vom Rat für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt[168]

Die Verwaltung führt die operativen Geschäfte und setzt die politischen Ziele in eigener Verantwortung um

Berechenbarkeit, Kontinuität und Einheitlichkeit von Entscheidungen und Verwaltungshandlungen müssen gewährleistet sein.[169] Die Leiter der Verwaltung sind dem gewählten Stadtrat rechenschaftspflichtig

Die Kompetenzabgrenzung ist in der Stadtverfassung festgelegt.[170] Die Düsseldorfer Verwaltung ist in neun Abteilungen (Ressorts) gegliedert.[171] Den Abteilungen sind verschiedene Ämter zugeordnet

Die Ämter sind die untersten Organisationseinheiten der Verwaltung

Die größten Standorte, an denen die vielen Ämter ihre Dienstleistungen erbringen, sind der Rathauskomplex rund um den Marktplatz in der Altstadt, das Dienstleistungszentrum Willi-Becker-Allee am Hauptbahnhof und das Technische Rathaus im Stadtteil Bilk

Die Gesamtverschuldung der Stadt Düsseldorf (der öffentlichen Hand) belief sich Ende 2012 auf 872,2 Millionen Euro

Das sind 1478 Euro je Einwohner.[172] Von den 103 kreisfreien Städten in Deutschland lag Düsseldorf bei der Pro-Kopf-Verschuldung auf Platz 100; das heißt, nur in drei weiteren kreisen war die Pro-Kopf-Verschuldung niedriger

Für das Haushaltsjahr 2014 weist die Stadt Düsseldorf im Gesamtergebnisplan einen Haushaltsüberschuss bei den ordentlichen Einnahmen und Ausgaben (einschließlich Finanzerträgen und -ausgaben) von 3,1 Millionen Euro (5 Euro je Einwohner) aus

Damit ist die Stadt Düsseldorf (neben Krefeld und Münster) einer von nur drei kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen, die im Gesamtergebnisplan 2014 kein Haushaltsdefizit aufweisen.[173] Wappen und Flagge [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Flagge der Landeshauptstadt Düsseldorf

Blasonierung: “Im silbernen Schild der aufrecht stehende, doppelschwänzige, blaugekrönte und gepanzerte rote Löwe der Herzöge von Berg, in seinen Tatzen einen gesenkten blauen Anker haltend.” der Stadtvermessung

Der Anker weist auf die Beziehung der Stadt und ihrer Bürger zum Rhein, zur Rheinschifffahrt und zum Bergischen Rheinzoll hin

Zu diesem einfachen Wappen gesellte sich ab Ende des 17

Jahrhunderts ein zweites, das auf dem Siegel der Düsseldorfer Ratsherren basierte, das seit Mitte des 16

Jahrhunderts im Auftrag des Landesherrn verwendet wurde

Es zeigt den Bergischen Löwen, das Wappentier der Bergischen Herzöge, der den Anker in seinen Tatzen hält

Dieses aufwendig gestaltete Bild hatte um die Mitte des 18

Jahrhunderts endgültig das ältere Stadtwappen abgelöst

Nach zahlreichen Umbauten im 19

und 20

Jahrhundert befreite der Heraldiker Otto Hupp das Wappen 1938 von späteren Ergänzungen und gab ihm die heutige Form

Die zugehörige Stadtflagge ist rot-weiß, überzogen mit dem Wappen

Wappen für alle

Für private und geschäftliche Zwecke wurde im Februar 2002 ein Stadtwappen geschaffen, das von den offiziellen Stadtfarben abweicht und ohne Genehmigung der Stadtverwaltung verwendet werden darf

Im rot-weiß geteilten Schild befindet sich ein silberner, doppelschwänziger, aufrechter, silbergekrönter und gepanzerter Löwe mit einem gesenkten schwarzen Anker in seinen Tatzen

Logo der Stadt

In offiziellen Schreiben und Veröffentlichungen verwendet die Stadt Düsseldorf ein Logo, das in der linken Hälfte in einem Quadrat auf die Rheinschleifen im Düsseldorfer Stadtgebiet hinweist und im oberen rechten Quadranten den Bergischen Löwen mit Anker zeigt

Das Logo der Stadt wird in unterschiedlichen Farben verwendet, wobei jeder der derzeit acht Abteilungen ein Farbton zugeordnet ist

2011 startete die Stadt einen Prozess zur Entwicklung einer Dachmarke, um ihr Marketing und ihre öffentliche Wahrnehmung zu verbessern

Auf eine Kernmarkenanalyse folgte ein öffentlicher Wettbewerb, der über 2000 Foto-, Video- und Texteinsendungen zur Folge hatte

Im März 2012 begann ein Interessenbekundungsverfahren für einen Kreativagenturwettbewerb.[174] Den anschließenden Wettbewerb zur Entwicklung der Dachmarke gewann die Agentur BBDO Proximity, die am 26

November 2012 das Logo der neuen Dachmarke, das Emoticon :D, der Öffentlichkeit präsentierte.[175] Das Düsseldorfer „lächelnde :D“ ist in Rot, der Farbe des Bergischen Löwen, und in der Schrift Helvetica gehalten

Sie hat insbesondere die Aufgabe, „das emotionale, sympathische Düsseldorf“ zu transportieren.[176] Die Verfahren zur Einführung der neuen Dachmarke und ihres Logos wurden von öffentlichen Kontroversen begleitet

Aufgrund der anhaltend mangelnden Popularität änderte sich 2017 erneut der Markenauftritt, der mit dem Motto „Nähe trifft Freiheit“ und den Farben Rot, Blau und Weiß als Identifikationsfarben analog zum historischen Stadtwappen angenommen wurde.[177 ]

Düsseldorf unterhält acht klassische Städtepartnerschaften:[178]

Düsseldorf beendete die 1992 begonnene Städtepartnerschaft mit Moskau nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022.[182] Es bestehen weiterhin freundschaftliche Beziehungen zu:[178]

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Düsseldorf genießt auch einen guten Ruf für Kultur, Kunst und moderne Architektur

Neben der großen Kunstsammlung Nordrhein-Westfalens und einer Reihe weiterer Museen und Galerien befindet sich hier auch die international renommierte Düsseldorfer Kunstakademie, aus der im 19

Jahrhundert die Düsseldorfer Malschule und im 19

Jahrhundert die Düsseldorfer Fotoschule hervorgingen 20

Jahrhundert

Namhafte Bühnen sind mit dem Schauspielhaus und dem Kom(m)ödchen in der Stadt vertreten

Darüber hinaus wurden einige der populärsten Musiker und Dichter Deutschlands in der Stadt geboren oder lebten dort

Bedeutende Architekten haben nicht nur ihre Projekte im MedienHafen realisiert

Klassisches und modernes Sprechtheater [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Düsseldorf hat eine Theatertradition, die sich bis ins 16

Jahrhundert zurückverfolgen lässt

Die ersten Theaterveranstaltungen datieren auf das Jahr 1585

Das heutige Düsseldorfer Schauspielhaus mit seiner modernen geschwungenen Architektur wurde 1970 fertiggestellt

Es befindet sich am Gustaf-Gründgens-Platz, der nach dem ehemaligen Intendanten benannt ist

Düsseldorfs größte Bühne ist im deutschsprachigen Raum bestens bekannt

Weitere größere Bühnen der nordrhein-westfälischen Metropole sind das Forum Freies Theater, bestehend aus Juta (Jugendtheater) und Kammerspielen, das ein breites Spektrum an Bühnenkunst bietet, die Komödie Düsseldorf, ein klassisches Boulevardtheater, das Theater an der Kö, das hauptsächlich Komödien und moderne Theaterstücke anbietet und von der bekannten Theaterfamilie Heinersdorff, dem Theater an der Luegallee in Oberkassel, dem Kabarett FLiN in Flingern und dem Savoy Theater betrieben wird

Das Theater der Klänge ist häufiger Gast bei JUTA

Seit 1987 ist es ein Wandertheater, das unter der Leitung von Jörg Udo Lensing jedes Jahr mit einer Neuinszenierung auf meist kurze Tourneen geht

Das Puppentheater in der Helmholtzstraße richtet sich ebenso wie das Düsseldorfer Marionettentheater an Kinder und Erwachsene

Letzteres wurde 1956 gegründet und befindet sich im Palais Wittgenstein, das auch andere kulturelle Projekte beherbergt

Oper, Musiktheater und Varieté [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Traditionsreich ist auch die Deutsche Oper am Rhein

Es zeigt Oper, Operette und Ballett an seinen beiden Standorten in Düsseldorf und Duisburg

Das Apollo Varieté unterhalb der Rheinkniebrücke am Rheinufer in Carlstadt bietet klassisches Varieté-Theater im Stil des frühen 20

Jahrhunderts

Die Tonhalle Düsseldorf, 1925 als Planetarium erbaut, ist Veranstaltungsort für Konzerte und andere musikalische Veranstaltungen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Pop und Kabarett

Das Capitol Theater ist das größte Theater der Landeshauptstadt und bietet eine Bühne für Veränderung musikalische und Live-Unterhaltung

Das Kom(m)ödchen ist die älteste noch bestehende Kabarettbühne Deutschlands.[183] Es wurde 1946 von Kay und Lore Lorentz gegründet.[184] Viele später bedeutende Kabarettisten konnten sich hier erstmals beweisen

Tanzhaus NRW [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Das Tanzhaus NRW hat seinen Sitz in Düsseldorf und bietet neben einem Bühnenprogramm zahlreiche Kurse an

Museen, Ausstellungsinstitute und Bibliotheken [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

→ Hauptartikel: Liste der Museen in Düsseldorf

Die Stadt hat ein vielfältiges Angebot an Ausstellungen

Allein die 18 städtischen Museen haben seit 2001 regelmäßig mehr als eine Million Besucher angezogen, 2006 waren es 1,34 Millionen Menschen.[185] Darüber hinaus locken mehrere Privatmuseen, Sammlungen und zahlreiche Galerien

Am meisten besucht ist der Aquazoo – Löbbecke Museum im Nordpark.

Düsseldorf hat eine lange Tradition als Kunststadt

Kurfürst Johann Wilhelm zu Pfalz-Neuburg, kurz Jan-Wellem, und seine Frau Anna Maria de Medici trugen die erste große Gemäldesammlung zusammen

Die Sammlung war in der 1709 bis 1714 erbauten Düsseldorfer Gemäldegalerie untergebracht, einem der frühesten eigenständigen Museumsbauten der Welt

Unter Kurfürst Maximilian IV., dem späteren König Maximilian I

Joseph, gelangte der Großteil der Sammlung 1805 nach München, wo sie mit der Alten Pinakothek den Grundstock der bedeutendsten Ausbildungsstätten für Landschafts- und Genremaler bildete

Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen wurde 1829 gegründet, um in Düsseldorf ausgebildeten Malern die Möglichkeit zu bieten, ihre Werke in wechselnden Ausstellungen zu präsentieren

Einige Exponate der in Düsseldorf verbliebenen kurfürstlichen Gemäldegalerie sowie mehrere Werke der Düsseldorfer Malerschule wurden in das Museum Kunstpalast übernommen

Dazu kommen Grafiken, Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen aus allen Stilepochen von der Antike bis ins 21

Jahrhundert

Schwerpunkte der Sammlung sind neben europäischen Exponaten auch japanische Holzschnitte und Netsuke

Es ist in den Ehrenhof-Komplex integriert, der auch das NRW-Forum beherbergt

Joseph Beuys lehrte an der Kunstakademie

Als Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen beherbergt Düsseldorf die Kunstsammlungen des Landes Nordrhein-Westfalen

Es gliedert sich in das K20 am Grabbeplatz, das K21 im Ständehaus und das Schmela-Haus in der Mutter-Ey-Straße

Sie ist vor allem auf Kunst des 20

und 21

Jahrhunderts spezialisiert, aufgeteilt nach Standorten nach den Namen der Teilsammlungen

Die Kunsthalle Düsseldorf befindet sich gegenüber dem K20 am Grabbeplatz und konzentriert sich auf zeitgenössische nationale und internationale Gegenwartskunst

Andererseits hat das KIT (Kunst im Tunnel), das an die Kunsthalle Düsseldorf angegliedert ist, einen sehr ungewöhnlichen Standort

Am Mannesmannufer gelegen, ist es ein unterirdischer Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst

Literatur-, Theater- und Filmmuseen [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Zwei Düsseldorfer Museen sind Dichtern gewidmet

Mit Johann Wolfgang von Goethe beschäftigt sich das Goethe-Museum, das sich im Schloss Jägerhof im nordöstlichen Teil des Hofgartens befindet

Auf mehreren Etagen ist die sehr umfangreiche, inzwischen deutlich erweiterte Sammlung aus Privatbesitz untergebracht

Es enthält unter anderem die Original-Reinschrift von Goethes bekanntem Gedicht Gingo biloba

Das Heinrich-Heine-Institut Carlstadt ist Heinrich Heine, dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt, gewidmet

Es zeigt u.a

Originaldokumente und Schriften von und über Heine, Stücke aus seinem Nachlass und seine Totenmaske

Auch das Filmmuseum mit angeschlossenem Kino befindet sich in der Carlstadt

Das Theatermuseum mit dem Dumont-Lindemann-Archiv befindet sich im Hofgärtnerhaus im Hofgarten

Naturkunde und Gartenkunst [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Das meistbesuchte Museum in Düsseldorf ist mit über 400.000 Besuchern pro Jahr der Aquazoo

Es befindet sich seit Ende der 1980er Jahre im Norden der Stadt im Nordpark

Es war zuvor in einem Bunker gegenüber dem Zoopark untergebracht.[186] Neben Wasserlebewesen werden auch Weichtiere und geologische Exponate ausgestellt

Der Zoologische Garten Düsseldorf wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nie wieder aufgebaut.

Eine weitere Attraktion des Nordparks ist der Japanische Garten, der von der japanischen Gemeinde gestiftet und 1976 eröffnet wurde

Düsseldorf war jedoch bereits 1904 die erste deutsche Stadt, die einen Japanischen Garten besaß, der sich ungefähr auf dem Gelände befand der ebenfalls am Rhein gelegene Ehrenhof.[187] Über die ganze Stadt verteilt ist Düsseldorf von Gartenanlagen durchzogen, die auf das Vorbild der Stadtentwicklung während der Industrialisierung zurückgehen, die wiederum die Gärten des 18

und 19

Jahrhunderts weiterentwickelte und Düsseldorfs Ruf als Gartenstadt begründete

Das zur Stiftung Schloss und Park Benrath gehörende Museum für Europäische Gartenkunst trägt dem ebenso Rechnung wie das Naturkundemuseum, in dem die verschiedenen Lebensräume der Region vom Rhein bis zum Lössplateau in Dioramen präsentiert werden

1987 fand die Bundesgartenschau (BUGA) in Düsseldorf statt, deren Gelände heute den Südpark bildet

Historische Dauerausstellungen [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Das Stadtmuseum in der Altstadt hat eine große Ausstellung, die die Entwicklung der Stadt Düsseldorf historisch und chronologisch nachzeichnet

Die Gedenkstätte Düsseldorf erinnert an die Opfer der NS-Herrschaft im 20

Jahrhundert

Es befindet sich in historischen Räumen, die in der NS-Zeit als Polizeibüros, Vernehmungsräume und Arrestzellen genutzt wurden, und beinhaltet die Dauerausstellung „Verfolgung und Widerstand in Düsseldorf 1933-1945“

Brauchtum, Technik und Alltag im Museum [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Der Karneval gehört zu den klassischen Bräuchen in Düsseldorf

Ihm ist das Faschingsmuseum in der Altstadt im Haus der Fasnacht gewidmet

In der Altstadt befindet sich auch das Schifffahrtsmuseum im Burgturm

Es befindet sich im Burgturm am Rheinufer und zeigt die Entwicklung der Rheinschifffahrt von der Antike bis zur Neuzeit

Das Senfmuseum ehrt die fast 300-jährige Tradition der Senfherstellung

Das Hetjens-Museum (Deutsches Keramikmuseum) befindet sich im Palais Nesselrode in der Carlstadt und zeigt als einziges Institut weltweit keramische Produkte verschiedener Kulturen aus allen Epochen in einer Dauerausstellung

Die Ehrenhofanlage beherbergt das NRW-Forum, das Wechselausstellungen zu verschiedenen Themen, insbesondere fotografischen Arbeiten, zeigt

→ Hauptartikel: Quadriennale Düsseldorf

Vom 5

April bis 10

August 2014 fand die Quadriennale zum dritten und letzten Mal statt

Unter dem Leitmotiv Beyond Tomorrow präsentierten mehrere Kulturinstitute ein Kulturfestival mit Sonderausstellungen und Begleitprogramm.[188] Zentralbibliothek Düsseldorf

Die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Düsseldorf ist von 1965 bis 1969 aus der Bibliothek der Medizinischen Akademie hervorgegangen und wurde 1970 gegründet

Die ULB verfügt über eine Zentralbibliothek und fünf weitere Standorte mit einem Bestand von insgesamt rund 2,4 Millionen Medien

Es gibt etwa 23.000 regelmäßige Benutzer.[189]

Die Stadt Düsseldorf unterhält eine Stadtbibliothek mit einer Zentralbibliothek, 14 Stadtteilbibliotheken und einer Autobibliothek

Insgesamt werden rund 800.000 Medien angeboten

Die mehr als 1,4 Millionen Besucher liehen jährlich über 4,7 Millionen Medien aus.[190] Düsseldorf hat eine reiche musikalische Tradition, die vor dem 19

Jahrhundert begann

Bedeutende Musiker wie Johann Hugo von Wilderer, Friedrich August Burgmüller, Felix Mendelssohn Bartholdy und das Ehepaar Clara und Robert Schumann fanden an ihrer Wirkungsstätte in der Stadt zeitweise Deutsche Welle oder Punkrock eine tragende Rolle

Klassische Musik [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Bedeutendster Konzertsaal der Landeshauptstadt ist die Tonhalle Düsseldorf mit mehr als 200 Veranstaltungen im Jahr

Die Tonhalle ist auch Sitz der Düsseldorfer Symphoniker, die als Konzertorchester der Landeshauptstadt und als Opernorchester der Deutschen Oper am Rhein fungieren

Der Konzertsaal, ein ehemaliges Planetarium, wurde 2005 umfassend saniert und verfügt seitdem über eine gute Akustik

Die Düsseldorfer Höfe des 16., 17

und 18

Jahrhunderts brachten ein reges Musikleben

Es ist mit den Namen von Martin Peudargent, Giacomo Negri, Egidio Hennio, Giovanni Battista Mocchi, Georg Andreas Kraft, Sebastiano Moratelli, Stefano Pallavicini, Valeriano Pellegrini, Giorgio Maria Rapparini, Agostino Steffani und Francesco Maria Veracini verbunden.[191] Die Familie des Musikers Friedrich August Burgmüller war seit 1807 in Düsseldorf tätig und brachte mit Friedrich und Norbert Burgmüller zwei bekannte Komponisten der Romantik hervor

1818 wurde der Städtische Musikverein in Düsseldorf[192][193] gegründet und veranstaltete das erste von vielen niederrheinischen Musikfesten, die im 19

Jahrhundert, auch dank der Teilnahme von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann, beide Musiker, internationale Bedeutung erlangten Direktoren in Düsseldorf

Der Städtische Musikverein kann auf eine ununterbrochene und musikhistorisch außergewöhnliche Geschichte von 1818 bis heute zurückblicken und gilt als musikalischer Botschafter der Stadt in allen großen Konzertsälen Deutschlands und Europas

In Düsseldorf komponierte Felix Mendelssohn Bartholdy 1833 den Vespersgesang, 1834 bis 1836 das Oratorium Paulus, 1850 Robert Schumann seine berühmte 3

Sinfonie („die Rheinische“)

Auch in Düsseldorf gibt es eine lebendige und vielfältige Chorszene, darunter etwa der Bachverein Düsseldorf mit ebenso langer Tradition[194] oder Chöre und Chorschule St

Margareta in Gerresheim[195]

Die Maxkirche in der Düsseldorfer Altstadt ist ein Ort der Kirchenmusik, dessen Geschichte bis ins 17

Jahrhundert zurückreicht

Norbert Burgmüller, Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann waren aktiv.[196] Von 1982 bis 1987 organisierten sie eine Konzertreihe für Neue Musik mit dem Titel Neue Melodie

Die Jazz-Schmiede, im Hintergrund der Salzmannbau

Einer der bekanntesten Jazzmusiker mit Düsseldorfer Wurzeln ist Klaus Doldinger, der auch als Komponist von Filmmusik (Das Boot, Tatort) bekannt ist

Seit mehreren Jahren ist er Schirmherr des Festivals Düsseldorf Jazz Rally

Sie wird seit 1993 – zunächst als Brussels Jazz Rally – in Düsseldorf ausgetragen und findet 2022 zum 28

Mal statt

1994 wird Jazz in Düsseldorf e

V.[197], der modernen Jazz durch Konzerte in der Jazzschmiede mit Musikern aus aller Welt präsentiert

Mit der Jazz-Schmiede hat der Jazz wieder einen festen Spielort in Düsseldorf

Hunderte Besucher kommen jedes Jahr an vier Samstagen im Sommer zu den Hofgartenkonzerten der Jazz-Schmiede

Der Volkssänger Heino ist im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk geboren und aufgewachsen.

Im Bereich der Unterhaltungsmusik war Düsseldorf seit den 1970er Jahren ein führendes Zentrum für elektronische Popmusik.[198][199] Vor allem Kraftwerk, dessen historisches Kling-Klang-Studio in der Düsseldorfer Friedrichstadt lag, waren und sind international bekannt, aber auch Neu![200] und La Düsseldorf

In ihrem Titel Trans-Europa-Express und dem dazugehörigen Musikvideo[201] thematisierte die Kraftwerk-Gruppe auf avantgardistische Weise das Lebensgefühl der Düsseldorfer Geschäftsleute, die dank transnationaler Schienennetze einen Lebensstil mit wechselnden Aufenthalten im europäischen Raum genießen Metropolen

In der Tradition dieser „Düsseldorfer Schule“ der 1970er Jahre steht noch heute die international bekannte Band Kreidler

Im Elektropop-Bereich macht derzeit die im Düsseldorfer Raum ansässige Band Susanne Blech auf sich aufmerksam,[202] im Deep-House-Genre die Düsseldorfer Künstlerin Loco Dice und im Indie-Rock die Band PDR

Ein bekannter DJ aus Düsseldorf ist Lukas Langeheine, alias DJ Rafik

Düsseldorf war Anfang der 1980er Jahre neben West-Berlin und Hamburg eine Hochburg des deutschen Punk und der NDW-Musik

Die wichtigsten Bands waren und sind Die Toten Hosen, Broilers, German American Friendship, Propaganda, Rheingold, Die Krupps, Fehlfarben, Der Plan, KFC, Male, Mittagspause, Asmodi Bizarr, Tommi Stumpff, Family 5 und Nachzehrer

Cryssis ist die Band des Schlagzeugers der Toten Hosen, von Ritchie

Die „Beatlesons“ bieten Trash-Polka, ausdrücklich ohne Beatles-Songs

Marius Müller-Westernhagen wurde in Düsseldorf geboren und besuchte das Humboldt-Gymnasium

In seinem Titel Mit 18 wird der Hühner-Hugo aus der Düsseldorfer Altstadt erwähnt

Er ist neben Heino, Die Toten Hosen und Kraftwerk einer der erfolgreichsten und bekanntesten Musiker Düsseldorfer Herkunft

Auch eine Reihe von zum Teil international bekannten Metalbands kommen aus Düsseldorf: Warlock (mit Doro Pesch, die ab 1989 solo unter Doro weitermachte), Stormwind, Callejon, Warrant und Falkenbach

Die Düsseldorfer Mundartband Alt Schuss ist eine davon der Bekannten im Großraum Düsseldorf

Auch die Band Halve Hahn gehört zu dieser Musikrichtung

Die Wurzeln beider Gruppen liegen in der Unterbacher Fasnacht

Mit Farid Bang, Blumio, Antilopen Gang, NMZS, Plattenpapzt, Toony, Al-Gear und vielen anderen hat Düsseldorf eine bedeutende deutschsprachige Rap-Szene (Gangsta Rap, Hip Hop) hervorgebracht

Auf dem Album Asphalt Massaka 2 huldigt Farid Bang seiner Heimatstadt mit dem Titel Ich bin Düsseldorf besonders.[203] Auch sein Kollege Kollegah, bekannt für seinen “Zuhälter-Rap”, lebt in Düsseldorf.[204][205] Im Elektrorap-Bereich ist JayJay ein bekannter Künstler, der im Milieu der Düsseldorfer Fortuna-Fans lebt und unter dem Titel Knüppel Klopp seine Gesänge weitgehend auf Düsseldorfer Rheinisch vorträgt

Tbo und Glenn A

von D.I.U gehen über das Gangsta-Rap-Schema hinaus, indem sie soziale Themen wie Diskriminierung, Gewalt, Hass, Armut, Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit, Materialismus und Stigmatisierung differenziert behandeln

DTC (D-Town Chillaz) repräsentieren eine englischsprachige Variante des Düsseldorfer Rap

Nabil M

mixt in seinem Rap Deutsch, Arabisch und Französisch

Die Wurzeln des deutschsprachigen Raps liegen unweit von Ratingen-West, wo die Gruppe Fresh Family um 1990 den Titel Ahmet Gündüz kreierte und als ersten Rap-Song auf Deutsch vermarktete.[206] Mit Selfmade Records, Banger Musik und Alpha Music Empire sind in Düsseldorf drei der bedeutendsten Hip-Hop-Labels Deutschlands beheimatet

Die Stadt war 1968 Gegenstand eines Hits und Dauerbrenners, wenn man in Düsseldorf geblieben wäre, mit dem die deutsch-dänische Sängerin Dorthe Kollo eine goldene Schallplatte gewann

Am 10., 12

und 14

Mai 2011 fand in der ESPRIT arena der Eurovision Song Contest statt

Es war die 56

Auflage dieses Liedwettbewerbs, der zum dritten Mal in Deutschland ausgetragen wurde.

Bildende Kunst [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Die Stadt Düsseldorf war als Wohn- und Studienort für Künstler ebenso beliebt wie für Kunstsammlungen und Museen

Einige Museen in Düsseldorf widmen sich vorrangig der Kunst des 19

und 20

Jahrhunderts

Etablierung der Kunsttradition durch die kurfürstliche Sammlung [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Die bestehende kleine kurfürstliche Gemäldesammlung in Düsseldorf wurde unter Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz und seiner Frau Anna Maria Luisa de’ Medici zu einer berühmten Gemäldegalerie ausgebaut.[207] Anfang des 19

Jahrhunderts wurde die Sammlung mit wichtigen Werken von Rubens jedoch nach München transportiert, wo sie den Kern der heutigen Alten Pinakothek bildet

Von der Düsseldorfer Schule zum Malkasten [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Im 19

Jahrhundert wurde die Düsseldorfer Malerschule, aus der u

Oswald Achenbach entstand, wichtiger Einfluss auf die Malerei

Die Akademie wurde 1810 von Peter von Cornelius gegründet, der sie zunächst leitete; ab 1826 war Wilhelm von Schadow Direktor

Die Akademie diversifizierte und brachte insbesondere gesellschaftskritische Genremalerei und bedeutende Landschaftsmaler hervor

Ihre Schüler kamen nicht nur aus dem Rheinland, Westfalen und Altpreußen, sondern auch aus den anderen deutschen Staaten sowie aus Polen, Russland, den skandinavischen Ländern und den Vereinigten Staaten von Amerika

In der finnischen Kunst gibt es eine eigene Düsseldorfer Epoche.[208] Nach der Revolution von 1848 fanden sich Künstler und Gelehrte im Kunstverein Malkasten in Düsseldorf zusammen

1846[209] wurde der Verein zur Errichtung einer Gemäldegalerie in Düsseldorf gegründet, die vor allem Werke der Düsseldorfer Malerschule ankaufte

Aus der Initiative dieses Vereins ging der Kunstpalast und schließlich das Museum Kunstpalast hervor

Vom Rheinischen Expressionismus zum Zentrum der Moderne [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Nach dem Ersten Weltkrieg war Das Junge Rheinland die aktivste Künstlergruppe der Stadt

Ihm gehörten unter anderem Otto Dix, Max Ernst und Walter Ophey an

Zentrum der Künstlergruppe war die Altstadtgalerie Junge Kunst – Frau Ey, die von der noch heute in Düsseldorf bekannten Mutter Ey betrieben wurde.[210] Viele der Künstler des Vereins waren dem Rheinischen Expressionismus verbunden

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Joseph Beuys einflussreich und Düsseldorf galt in den 1970er und 1980er Jahren nicht nur wegen seiner Tätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie als „Weltkunsthauptstadt“

Heute beeinflussen einige Beuys-Schüler wie Katharina Sieverding und Anselm Kiefer die Entwicklung der internationalen Kunstszene

Der Fotograf Bernd Becher, der 1976 eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie antrat, bildete zusammen mit seiner Frau Hilla Becher viele fotografische Persönlichkeiten aus, die heute aus internationaler Sicht herausragende Vertreter der deutschen Fotografie sind

Zu dieser „Düsseldorf School of Photography“[211] gehören insbesondere Boris Becker, Laurenz Berges, Elger Esser, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Simone Nieweg, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Peter Wunderlich

Kunst im öffentlichen Raum [Bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Neben traditionellen Monumenten und Statuen, wie der Mariensäule oder dem Schadow-Denkmal, hat Düsseldorf zahlreiche weitere Kunstobjekte im öffentlichen Raum zu bieten

Der Südpark beherbergt viele kunstvolle Brunnen, Skulpturen und andere Kunstobjekte, deren bekanntestes wohl Klaus Rinkes Zeitfeld ist.[212] Auffallend in der Innenstadt sind auch die sogenannten Säulenheiligen, Plastiken realistisch nachgebildeter Alltagsbürger auf Litfaßsäulen von Christoph Pöggeler.[213] Manche Kunstwerke waren lange umstritten, etwa das Heine-Denkmal von Bert Gerresheim.[214] Zur Kunst im öffentlichen Raum tragen auch die Stationen der Wehrhahnlinie bei, jede mit ihrer eigenen künstlerischen Gestaltung.[215] Siehe auch: Liste der Kunstwerke im öffentlichen Raum in Düsseldorf

Strukturen und Architektur [ bearbeiten | Quelle bearbeiten ]

Schalenbrunnen am Corneliusplatz (2020)

Die umsatzstärkste Straße und eine der wichtigsten Einkaufsstraßen Deutschlands ist die Schadowstraße

Die Königsallee, kurz „Kö“, ist eher für ihre städtebauliche Entwicklung und exklusive Geschäfte bekannt

In der Mitte verläuft der Stadtgraben, an dessen nördlichem Ende die Tritonengruppe, ein Brunnen aus dem Jahr 1902, das Wahrzeichen der Kö ist

In der Altstadt finden Sie viele Häuser, die unter Denkmalschutz stehen

Auch die Kreise Kaiserswerth und Gerresheim verfügen über weitere erhaltene historische Ortskerne

Der ländliche Charakter der Ortskerne von Angermund, Kalkum, Oberlörick, Heerdt, Hamm, Himmelgeist und Urdenbach ist gegeben

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